Mariano Rinaldi Goñi



Wir freuen uns, die Ausstellung Erz-Nornen: Mythen, Farben und Metalle des argentinischen Malers Mariano Rinaldi Goñi im April 2022 am Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar eröffnen zu können. Bereits in seiner Ausstellung im Sommer 2019 hatte sich der Maler intensiv mit der langen und komplexen Geschichte des Erzbergwerkes Rammelsberg vertraut gemacht und viele der lokalen mythologischen Motive in seine Gemälde einfließen lassen. Es sind besonders die Wirkkräfte, die Gestaltungsprinzipien und das vielfältige Spiel der Elemente und Gegensätze – Themen, die ihn schon immer fasziniert haben –, die er auf seine ganz eigene Art und Weise wie die Erze aus den Tiefen des Berges zu Tage fördert und in seinen Gemäldeserien verarbeitet. Mit dem zentralen Motiv des Berges, verkörpert durch die Gestalt einer jungen Frau als Akt, schafft Goñi Sinnbilder für gegenständliche Fülle und physische Präsenz, materiellen Reichtum und weltliches Streben nach Besitz und Macht, die in dialektischen Gegensatz zu geistiger Klarheit, Abstraktion und spirituelle Erhebung über das Materielle gesetzt werden.

We are pleased to open the exhibition Erz-Nornen: Myths, Colors and Metals by Argentinian painter Mariano Rinaldi Goñi at the Rammelsberg World Heritage Site in Goslar in April 2022. In his exhibition in summer 2019, the painter had already familiarized himself with the long and complex history of the Rammelsberg ore mine and had incorporated many of the local mythological motifs into his paintings. It is above all the effective forces, the structural principles and the multiple play of elements and opposites—topics that have always fascinated him—that he brings to light in his own unique way, excavating them like the ores from the depths of the mines and processing them in his series of paintings. With the central motif of the mountain, embodied by the nude figure of a glorious young woman, Goñi creates symbols for physical abundance and corporeal presence, material wealth and the worldly pursuit of possession and power, set in dialectical contrast to mental clarity, abstraction and spiritual elevation.