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Alle Preise sind Galeriepreise inkl. 16% MwSt.


Sam Samore
Allegories of Beauty (Incomplete) #150, 1990er Jahre

64,5 x 104,5 cm
Silbergelatine Abzug
Edition 2/2
Signiert auf der Vorderseite
LOS 01 - LIVE AUKTION
€ 13,900 (incl. MwSt)

SAM SAMORE *1953 in Ann Arbor/USA lebt und arbeitet in New York/USA, Paris/Frankreich und Bangkok/Thailand Der US-amerikanische Künstler, Filmemacher und Schriftsteller Sam Samore zählt zu den Pionieren der konzeptuellen, großformatigen Fotografie und stellt seit über 40 Jahren regelmäßig in Europa und den USA aus. In Sam Samores Bildern steht der Mensch im Fokus. Es sind normale, namenlose Personen, die sich unbeobachtet fühlen, über die keine Geschichte erzählt, deren Identität nicht preisgegeben wird. Es geht nicht um eine Individualisierung der Personen, sondern um ihr allgemeines, jedoch konkretes Dasein. Stilistisch bedient sich Samore den Mitteln dramatischer Fragmentierung, der Drehung und Blow-ups, wodurch sich der Abstraktionsgrad der Bilder erhöht. Die Serie „Allegories of Beauty (Incomplete)“, entstanden in den 1990er Jahren, definiert Sam Samores unverkennbare Bildsprache: cinematische, grobkörnige, großformatige Schwarz-Weiß-Fotografien von Gesichtern von Personen in verschiedenen psychologischen Zuständen. • Seltenes, sehr gesuchtes Exemplar aus der berühmten Serie „Allegories of Beauty (Incomplete)“ • Sam Samore ist Regisseur, Fotograf und Wanderer zwischen den Kontinenten • Seit den 1990er Jahren wird er vertreten von der renommierten Kölner Galerie Gisela Capitain • Abgebildet in dem Künstlerbuch „Allegories of Beauty (Incomplete)“, herausgegeben 1996 vom DAAD, Berlin Eingeliefert von Galerie Gisela Capitain, Köln Mit Dank an Sam Samore Photo Modernage und Sam Samore © Sam Samore, Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln

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Grace Weaver
Crying (III, Outwards), 2020

125 x 114,5 cm
Öl auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 02 - LIVE AUKTION
€ 23,800 (incl. MwSt)

GRACE WEAVER *1989 in Vermont/USA lebt und arbeitet in Brooklyn, New York/USA PIN. dankt den American Patrons of the Pinakothek für die Unterstützung bei der Abwicklung der Einlieferung Die Gemälde von Grace Weaver sind voller Gegenwart. Es ist eine Malerei der subtilen Gesten, Posen und Blicke, eigenständig, bewusst feminin, souverän. Sie übersetzt die Erfahrungen ihrer Generation in allegorische Bilder. Situative Alltagsbeobachtungen treffen auf feinsinnige Selbstreflexion, klare Zeichnung verbindet sich mit strahlender Farbigkeit. Spielerisch verhilft die Künstlerin der figürlichen Malerei zu neuem Leben und besitzt schon jetzt einen unverwechselbaren Stil. Ihre Bilder treffen den Betrachter ganz unmittelbar – bei allen Smartphones, To-go-Bechern, Avocado-Toasts, Babytragetüchern und sonstigen Modeaccessoires: Grace Weaver interessiert das Typische der Jetztzeit, um schließlich nie Dagewesenes zu zeigen. • International stark wahrgenommene junge Position aus den USA • Erste Monografie im Frühjahr 2020 erschienen • Zahlreiche Ausstellungen weltweit, u.a. Einzelausstellungen im Kunstpalais Erlangen und im Oldenburger Kunstverein (2019) • Vertreten in zahlreichen Sammlungen, u.a.: FRAC des Pays de la Loire, Carquefou; ARoS Museum, Aarhus; Pizzuti Collection, Columbus Museum of Art, Columbus/USA • 2021 Ausstellung im Kunstmuseum Ravensburg „Meine Bilder sind eine Auseinandersetzung mit dem Theater des öffentlichen Lebens.“ (Grace Weaver) Eingeliefert von Grace Weaver Mit Dank an Soy Capitán, Berlin © Grace Weaver & Soy Capitán, Berlin

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Michel Majerus
Ohne Titel 1080, 2002

60 x 60 cm
Acryl auf Baumwolle
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 03 - LIVE AUKTION
€ 34,800 (incl. MwSt)

MICHEL MAJERUS *1967 in Esch-sur-Alzette/Luxemburg †2002 in Niederanven/Luxemburg Michel Majerus zählt zu den unverwechselbaren Protagonisten der Malerei der Gegenwart. Mit seinem spielerischen Zugriff auf die Bildwelten des Alltags steht Majerus in der Tradition der Pop Art. Die geistreiche Einbeziehung grafischer Motive aus beliebten Computerspielen, beispielsweise „Super Mario“, weist ihn als Kind seiner Generation aus. Das produktive und international beachtete Schaffen bricht mit dem frühen Tod des Künstlers ab, zeigt jedoch im Rückblick eine erstaunliche Bedeutung und Reichweite. Das hier präsentierte blau-weiße Bild mit seiner dynamischen Linienführung, die die Formatgrenzen zu sprengen scheint, entstand 2002 – im selben Jahr, in dem die Pinakothek der Moderne, München, eröffnet wurde. Michel Majerus vertrat in der von Bernhart Schwenk kuratierten Eröffnungsausstellung mit dem Titel „The Starting Line“ die Malerei der Gegenwart. Gemeinsam mit John Bock zeigte Majerus im Oberlichtsaal 21 seine zumeist großformatigen Arbeiten. Die Lichtinstallation von Michel Majerus, deren Titel der Ausstellung den Namen gab, hängt heute an prominenter Stelle im Lenbachhaus. Zu Eröffnung der Pinakothek der Moderne im September 2002 reiste Michel Majerus noch nach München, doch sollte diese Präsentation eine seiner letzten sein. Wenige Wochen später verunglückte der Künstler bei einem Flugzeugabsturz in seiner Heimat Luxemburg. • Einer der wenigen Teilnehmer an der Ausstellung zur Eröffnung der Pinakothek der Moderne unter 40 Jahren • Seit seinem Tod konstant wachsende Nachfrage sowie zahlreiche Einzelausstellungen und Teilnahme an Gruppenausstellungen in wichtigen internationalen Kunstinstitutionen, u. a.: Staatliche Museen zu Berlin; Hamburger Bahnhof, Berlin; Tate Liverpool, London; Kunsthaus Graz; Stedelijk Museum, Amsterdam; Kestnergesellschaft, Hannover; Deichtorhallen, Hamburg; Musée d’Art Moderne, Luxemburg; Kunstmuseum Stuttgart; Kunsthalle Bielefeld Eingeliefert von neugerriemschneider, Berlin Mit Dank an Michel Majerus Estate  Einer der wenigen Teilnehmer an  der Ausstellung zur Eröffnung der Pinakothek der Moderne unter 40 Jahren  Seit seinem Tod konstant wachsende Nachfrage sowie zahlreiche  Einzelausstellungen und Teilnahme an  Gruppenausstellungen in wichtigen  internationalen Kunstinstitutionen,  u. a.: Staatliche Museen zu Berlin,  Hamburger Bahnhof; Tate Liverpool,  London; Kunsthaus Graz; Stedelijk  Museum, Amsterdam; Kestnergesellschaft, Hannover; Deichtorhallen,  Hamburg; Musée d’Art Moderne,  Luxemburg; Kunstmuseum Stuttgart;  Kunsthalle Bielefeld Eingeliefert von neugerriemschneider, Berlin Mit Dank an Michel Majerus Estate Photo Jens Ziehe © Michel Majerus Estate und neugerriemschneider, Berlin

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Berta Fischer
Gazin, 2019

68 x 58 x 35 cm
Acrylglas
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 04 - LIVE AUKTION
€ 13,900 (incl. MwSt)

BERTA FISCHER *1973 in Düsseldorf lebt und arbeitet in Berlin Die Skulptur scheint im Raum zu schweben und vermittelt den Eindruck von Leichtigkeit bei gleichzeitig starker Präsenz durch strahlende Neonfarben. Die Arbeit verbindet biomorphe, kristalline und fluide Formen zu einem spielerischen Ensemble. • Werke von Berta Fischer befinden sich in internationalen Sammlung, u.a.: Museum Ludwig, Köln; Migros Museum, Zürich, sowie in zahlreichen Privatsammlungen, darunter die Sammlung Valeria Napoleone, London • Im Herbst 2020 Ausstellung im Haus am Waldsee, Berlin • Weitere Ausstellungen u. a. im ZKM, Karlsruhe; SCAD Museum of Art, Savannah, USA; Oldenburger Kunstverein Eingeliefert von Galerie Barbara Weiss, Berlin Mit Dank an Berta Fische Photo Hans Georg Gaul Courtesy Berta Fischer und Galerie Barbara Weiss, Berlin

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Jiří Georg Dokoupil
Untitled, 2014-2019

112 x 115 cm
Seifenlauge und Pigmente auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 05 - LIVE AUKTION
€ 47,600 (incl. MwSt)

JIŘÍ GEORG DOKOUPIL *1954 in Krnov/Tschechien lebt und arbeitet in Berlin, Madrid/Spanien, Prag/Tschechien und Rio de Janeiro/Brasilien Was ist ein Bild? Wie kann man in Zeiten digitaler Bildfindung noch als Maler agieren? Wie viel Raum gebührt der persönlichen Handschrift? Wie entwickelt man ein Motiv? Diese und viele andere Fragen beschäftigen Jiří Georg Dokoupil, seit er Anfang der 1980er Jahre als einer der Hauptvertreter der Neuen Wilden die Bühne betrat. Heute gilt der international renommierte Dokoupil als einer der vielfältigsten konzeptuell arbeitenden Künstler der Gegenwart. Seine abstrakten Seifenblasenbilder entstehen ohne Pinsel. Dokoupil lässt mit Tusche und Pigment gesättigte Seifenblasen auf farbig grundierter Leinwand zerplatzen. Dort, wo der Seifenschaum kristallin austrocknet, entstehen wundersam ätherische Mikrokosmen und Eruptionen, die mal – wie bei der vorliegenden Arbeit – an seltsame Unterwasserlebewesen, mal an fulminante Feuerwerke erinnern. • Traditionelle Gattungsgrenzen werden im Werk von Dokoupil provokant-ironisch erweitert • 2012 wurde der Künstler mit dem Lovis-Corinth-Preis ausgezeichnet • Teilnahme an der Documenta 7 und der Biennale von Venedig 1982 und 1993 • Seine Werke befinden sich u.a. in folgenden Sammlungen internationaler Museen: Centre Georges Pompidou, Paris; Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid; National Museum of Contemporary Art, Seoul; Pinakothek der Moderne, München „Eine Sinfonie der Farben, von mir und dem Zufall dirigiert.“ (Jiří Georg Dokoupil) Eingeliefert von Jiří Georg Dokoupil Mit Dank an Galerie Martina Kaiser, Köln © Jiři Georg Dokoupil

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Otto Piene
Echo (Jupiter) II, 2002/03

100 x 140 cm
Öl, Feuer und Rauch auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 06 - LIVE AUKTION
€ 92,800 (incl. MwSt)

OTTO PIENE *1928 in Bad Laasphe †2014 in Berlin Das Œuvre des deutschen Nachkriegskünstlers und ZERO-Mitbegründers Otto Piene ist von einer intensiven Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Kunst, Natur und Technologie geprägt. Als Reaktion auf den abstrakten Gestus des Informel und inspiriert von dem anbrechenden Weltraumzeitalter, versteht sich ZERO als „Stunde Null“ – als ein Aufbruch in neue künstlerische, spirituelle und technologische Sphären mittels einer experimentellen Form- und Bildsprache. Bis in seine späten Arbeitsjahre war Piene fasziniert von dem künstlerischen Potenzial von Licht, Luft und Feuer. Auch „Echo (Jupiter) II“ ist aus der Naturgewalt Feuer entstanden. Eine kreisförmige Verbrennung steht im Zentrum, die wie ein Himmelskörper anmutet. Emporschießend mit rußigem Kometenschweif, befindet sich das Gebilde gleichsam im Zustand der Kollision, des Übergangs von einer energetischen Stufe in die nächste. Die berühmte Feuertechnik, die Piene in Perfektion beherrscht, führt hier einmal mehr zu der immer wieder aufs Neue faszinierenden Figuration. • Farbintensive Arbeit aus dem bedeutenden Spätwerk des Künstlers • Großes Format von starker, lebendiger Präsenz des Mitbegründers der Gruppe Zero und Erfinders der berühmten Feuertechnik • Pienes Werke sind weltweit in über 200 Museen und öffentlichen Sammlungen vertreten • 2014 wurde Piene mit Retrospektiven in der Neuen Nationalgalerie und in der Deutsche Bank Kunsthalle in Berlin gewürdigt. 2015 wurden seine Werke als Bestandteil von ZERO-Ausstellungen im Guggenheim Museum, New York, im Stedelijk Museum, Amsterdam, und im Martin-Gropius-Bau, Berlin, gezeigt. Bis Januar 2020 widmete ihm das Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen, eine Einzelausstellung. „Uns interessiert das Licht, uns interessieren die Feuer, Luftströmungen, die unbeschränkten Möglichkeiten, eine bessere, hellere Welt zu entwerfen.“ (Otto Piene)

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Pieter Schoolwerth
Crisis Actor, 2019

118,1 x 86,4 cm
Öl, Acryl, Inkjet-Druck auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 07 - LIVE AUKTION
€ 29,400 (incl. MwSt)

PIETER SCHOOLWERTH *1970 in St. Louis/USA lebt und arbeitet in New York/USA PIN. dankt den American Patrons of the Pinakothek für die Unterstützung bei der Abwicklung der Einlieferung Pieter Schoolwerth zählt, obwohl er die 50 schon überschritten hat, zu den Shooting-Stars der Kunstszene. Seit langem thematisieren seine Arbeiten, was die visuelle Erscheinung unserer Gegenwart ausmacht: Die untrennbare Vermengung von Digitalem und Analogem, von Tatsächlichem und Konstruierten. Schoolwerth versucht gar nicht erst, dem Betrachter ein im konventionellen Sinne realistisches Abbild der Wirklichkeit anzubieten. In seinen komplexen, multifokalen Kompositionen verknüpft er eine Vielzahl paralleler Wahrnehmungsformen. Der Künstler kennt sich aus in der Kunstgeschichte. Die barocke Dramatik seiner Bilderfindungen verdankt sich nicht zuletzt dem Wissen um künstlerisches Handwerk: dem effektvollen Einsatz von Farbe, Perspektive, Licht, Schatten, Bewegung und narrativen Details. In ihrer Entstehung durchlaufen Schoolwerths Werke diverse Phasen. Von einem Zustand zum nächsten werden die Bildelemente gedreht, verzerrt oder verbogen. In einem kontinuierlichen Prozess des Hinzufügens und Entfernens, Vergrößerns oder Schrumpfens wird das Ausgangsmotiv in ein Hybrid verwandelt, das eine Vielzahl paralleler Wahrnehmungsformen miteinander verknüpft: das Digitale, das Analoge und das Emotionale. Ich interessiere mich schon lange dafür, wie die in der Welt vorhandenen, sich ständig verändernden Kräfte der Abstraktion die Darstellung des menschlichen Körpers beeinflussen. (Pieter Schoolwerth, 2015) • Trägt wesentliche Kompositionselemente kunsthistorischer Stilrichtungen in die Gegenwart • Schoolwerths Arbeiten wurden international gezeigt, u. a. im MoMA, New York; Whitney Museum of American Art, New York; Centre Georges Pompidou, Paris; The Institute of Contemporary Art, Boston, und gehören zu folgenden Sammlungen: San Francisco Museum of Modern Art; Museum of Contemporary Art, Los Angeles; Denver Art Museum; Phoenix Art Museum; Boros Collection, Berlin; Pinault Collection • Im Herbst 2020 widmet der Kunstverein Hannover Schoolwerth eine Einzelausstellung. Eingeliefert von Pieter Schoolwerth und Petzel Gallery, New York Mit Dank an Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin Courtesy Pieter Schoolwerth; Petzel Gallery, New York und Kraupa Tuskany Zeidler, Berlin

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Monika Baer
CMYK, 2016

40 x 30 cm
Acryl auf Leinwand, Holz, Glasflasche
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 08 - LIVE AUKTION
€ 23,200 (incl. MwSt)

MONIKA BAER *1964 in Freiburg i. Br. lebt und arbeitet in Berlin Monika Baer zählt zu den bedeutendsten deutschen Malerinnen der Gegenwart. Sie ist mit wichtigen Werken auch in den Sammlungen der Pinakothek der Moderne und des Museum Brandhorst, München, vertreten. Die Gemäldeserie der „CMYK“-Bilder ist mit ihrer großen formalen Souveränität und gleichzeitigen erzählerischen Kraft ein herausragendes Beispiel für Monika Baers facettenreiche Malerei. Das englische Akronym CMYK steht für das Schema des Vierfarbdrucks, und es sind eben diese vier Grundtöne, die Baer in ihrer Komposition von ineinanderverlaufenden Farbfeldern verwendet. Indem die Künstlerin sich dem Zusammenspiel dieser genormten Farben malerisch nähert, bringt sie ihr Werk in einen ironisch gebrochenen Zusammenhang mit den historischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts und reflektiert zugleich die Situation der zeitgenössischen Malerei, die sich mit den technischen Fortschritten der digitalen Fotografie und Reproduktion von Bildern konfrontiert sieht. Allerdings distanziert sich das Bild von einem abstrakt-puristischen Idiom durch die Gegenüberstellung der Malerei mit einem gemalten Zigarettenstummel und einer Miniaturschnapsflasche, die am Rand der Leinwand befestigt ist. Mit diesen Details wird nicht nur die Grenze zwischen Bild- und Alltagsrealität, zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion befragt. Das Werk greift auch das romantisierte Klischee des männlichen, im Rausch schaffenden Künstlers aus einer dezidiert feministischen Perspektive auf. • Die Werke der Künstlerin sind in renommierten nationalen sowie internationalen Sammlungen vertreten: Pinakothek der Moderne, München; Museum Brandhorst, München; Museum Ludwig, Köln; Art Institute of Chicago; Museum of Modern Art, New York; Museum of Contemporary Art, Los Angeles • Einzelausstellungen hatte sie in den letzten Jahren u. a. in: der Pinakothek der Moderne (2006), im Neuern Berliner Kunstverein (2020); Kunstmuseum Bonn (2019); Kestnerg Gesellschaft, Hannover (2016); Museum Abteiberg, Mönchengladbach (2016); Art Institute of Chicago (2013) • Preisträgerin Dieter-Krieg-Preis, Bonn (2019), und Hanna-Höch-Preis, Berlin (2020) Eingeliefert von Bernd und Seraina Sacher Photo Achim Kukulies, Düsseldorf

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Neo Rauch
Anpassung, 2020

40 x 60 cm
Öl auf Leinwand
Signiert auf der Vorderseite
LOS 09 - LIVE AUKTION
€ 371,200 (incl. MwSt)

NEO RAUCH *1960 in Leipzig lebt und arbeitet ebenda Neo Rauch spendet seinen Anteil am Versteigerungserlös an die Bärenherz Stiftung für schwerstkranke Kinder. Wer an zeitgenössische Malerei in Deutschland denkt, dem kommt sofort der Name Neo Rauch in den Sinn. Weltweit gilt er als einer der international bedeutendsten und am stärksten nachgefragten Künstler seiner Generation. Die Malerei von Neo Rauch steht in einer langen kunsthistorischen Tradition. Bezüge lassen sich herstellen zu Tintoretto, El Greco, Max Beckmann oder Francis Bacon. Wie bei diesen Künstlern steht auch bei Neo Rauch das Verhältnis des einzelnen Menschen zur Gesellschaft als eine der Grundfragen im Zentrum des Werks. Die Atmosphäre in seinen Bildern jedoch ist unverwechselbar, wozu auch die Malweise und ein charakteristisches Farbspektrum beitragen. Als traumartig und rätselhaft werden Rauchs Gemälde häufig bezeichnet, oft als surreal angesehen. Dabei sind sie weniger weltabgewandt, als es zunächst den Anschein hat. Die erlebte Realität sieht Neo Rauch – wie im Übrigen viele große Künstler – als Bühnengeschehen, als Spiel. Auf dem kleinen, hier vorgestellten Gemälde, das alle typischen Merkmale des Schaffens von Neo Rauch trägt, ist dies sogar buchstäblich der Fall: Der Maler steht mit seiner Staffelei vor einer Art Schaufenster, in dem fünf Figuren in seltsame Handlungen eingebunden sind. Das kleine Gemälde hingegen, an dem der Künstler arbeitet, ist abstrakt. Versucht er sich ein klareres, ein anderes, ein neues Bild von der Welt zu verschaffen? Neo Rauch hat entschieden, die Hälfte des Versteigerungserlöses an die Bärenherz Stiftung für schwerstkranke Kinder zu spenden. Diese Geste ist großartig! Wenn also Ihr möglichst hohes Gebot den Zuschlag erhält, bekommen Sie nicht nur das Gemälde eines Künstlers von Weltrang, sondern leisten auch einen eminent wichtigen sozialen Beitrag. • Unverwechselbares, absolut typisches, auf dem Kunstmarkt sehr gesuchtes Kleinformat des international prominentesten deutschen Künstlers der Gegenwart • Werke des Künstlers befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen auf der ganzen Welt, darunter zwei Hauptwerke in der Pinakothek der Moderne, München • 2010 richtete ihm die Pinakothek der Moderne eine Retrospektive aus, die alle bisherigen Besucherrekorde brach „Für mich bedeutet Malen die Fortsetzung des Traums mit anderen Mitteln.“ (Neo Rauch) Eingeliefert von Neo Rauch Mit Dank an Galerie EIGEN + ART, Berlin Photo Uwe Walter © Neo Rauch, VG Bild-Kunst, Bonn, Courtesy Galerie EIGEN+ART, Leipzig/ Berlin, David Zwirner, New York/ London/ Hong Kong/ Paris

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Rosa Loy
Visionen, 2020

60 x 40 cm
Kasein auf Leinwand
Signiert auf der Vorderseite
LOS 10 - LIVE AUKTION
€ 11,600 (incl. MwSt)

ROSA LOY *1958 in Zwickau lebt und arbeitet in Leipzig Rosa Loy spendet ihren Anteil am Versteigerungserlös an die Bärenherz Stiftung für schwerstkranke Kinder. Rosa Loy wird gerne mit dem Gütesiegel „Neue Leipziger Schule“ in Verbindung gebracht. Aber was heißt das schon? Eher betont eine solche Zuordnung das Allgemeine als das Spezifische einer Künstlerin, die in drei Jahrzehnten eine unverwechselbare Handschrift entwickelt hat. Ihr auffälliges Interesse am Linienspiel und an der Komposition hat in Sachsen Tradition. Seit dem 15. Jahrhundert ist die Region für Kunst mit herausragenden grafischen Qualitäten, für Ornamentik, Illustration und Buchgestaltung berühmt. Kennzeichnend für Loys Malerei ist, dass ihre Bilder fast ausschließlich weibliche Wesen bevölkern – in Szenen, die zunächst verspielt-realistisch wirken, dann aber in eine fast traumwandlerische, bisweilen übersinnliche Tiefe führen. Ein weiteres wesentliches Element in ihrem Schaffen ist der Kosmos des Gartens, die Pflanzenwelt. Rosa Loy hat vor ihrem Kunststudium Gartenbau studiert, bis heute ist der Garten Inspirationsquelle und Refugium zugleich. In ihren Augen ist er Metapher für einen ebenso natürlichen wie kulturellen Organismus, für Prozesse in einer verzweigten Gesellschaft. Besondere Momente entstehen in Rosa Loys Bildern durch Mimik und Gesten der dargestellten Mädchen und Frauen. Nicht selten wirken sie keck, fast übermütig – wie auch die Dargestellte in dem hier präsentierten Gemälde. Die Blumenzwiebeln, die im Herbst in der Erde versenkt werden, wählt die Künstlerin als Metapher dafür, dass die Menschen ganz genau zu glauben wissen, was kommt. Doch seit dem Jahr 2020, in dem das Bild „Visionen“ entstand, ist dieser Glaube erschüttert. Seither wissen wir, dass alles anders kommen kann. Der Titel des Bildes erinnert an das überlieferte Wissen der Frauen, an ihre unerschütterliche Stärke und vorausschauenden Fähigkeiten. Welche andere Malerin in Deutschland befasst sich auf diese Weise mit der Natur des Weiblichen? Diese außerordentlich großzügige Geste können Sie maßgeblich unterstützen, indem Sie das Gemälde „Visionen“ dieser außergewöhnlichen Künstlerin mit einem möglichst hohen Gebot erwerben. • Rosa Loys Werke befinden sich u. a. in der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig, im MoMA, New York, in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden • Das Schlüsselwerk „Manna“ befindet sich seit 2018 in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in der Pinakothek der Moderne, München • Gestaltung des Bühnenbilds für „Lohengrin“, Bayreuther Festspiele 2018 (mit Neo Rauch) Eingeliefert von Rosa Loy Mit Dank an Galerie Kleindienst, Leipzig Photo Uwe Walter © Rosa Loy, VG Bild-Kunst, Bonn, Courtesy Kohn Gallery, Los Angeles, Galerie Kleindienst, Leipzig, Gallery Baton, Seoul, Lyles&King, New York

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Thomas Eggerer
R. in Extremis, 2018

166 x 163 cm
Öl auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 11 - LIVE AUKTION
€ 75,400 (incl. MwSt)

THOMAS EGGERER *1963 in München lebt und arbeitet in New York/USA Wir sehen eine Straßenszene aus der Vogelperspektive. Sie zeigt Jugendliche und die Überreste eines Imbisses: Pommes frites von McDonald’s. Ein Synonym für Amerika, glaubt man, aber die Aufschrift auf dem Gullideckel verortet die Szene in Italien. „Servizio Fognature“ (Abwasserentsorgung) steht dort – ein Hinweis auf eine unsichtbare, unter der Straße verborgene Welt. Der Gullideckel steht zudem für städtische Autorität und Ordnungswillen in einem behördlich kontrollierten Raum. Die selbstvergessene Entspanntheit der sorgfältig choreografierten, in ihrer Ungeschütztheit verletzlichen Körper bilden hierzu einen fast surrealen Kontrast. Eggerers Figuren bewegen sich traumwandlerisch und zeitverloren im (N)Irgendwo einer unspezifisch gewordenen globalen Gegenwart. • Thomas Eggerer gehört zu den wenigen realistischen Malern seiner Generation • Das Frans Hals Museum, Haarlem, hat ihm 2008 eine wichtige Einzelausstellung gewidmet • Eggerer ist prominent in der Sammlung Brandhorst vertreten, wo sein monumentales, von Hunderten männlicher Figuren bevölkertes Gemälde „Waterworld“ in diesem Jahr einen Mittelpunkt der Jubiläumsausstellung „Forever Young“ bildete • Weitere Sammlungen, in denen der Künstler vertreten ist: Stedelijk Museum, Amsterdam; MoMA, New York; Museum of Contemporary Art, Los Angeles • Kommende Projekte: Einzelausstellung in der Petzel Gallery, New York Eingeliefert von Thomas Eggerer Mit Dank an Galerie Buchholz, Berlin

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Iman Issa
Self-Portrait (Self as Doria Shafik), 2020

60 x 30 Ø 28 cm
3D-Drucke, Acryl, Epoxid, Farbe, Metallstangen (60 x 30 x 28 cm), Verglaste Texttafel (7 x 12 cm)
Edition 2/3 + 2 AP
Zertifikat mit Signatur
LOS 12 - LIVE AUKTION
€ 45,200 (incl. MwSt)

IMAN ISSA *1979 in Kairo/Ägypten lebt und arbeitet in Berlin Die skulpturalen und installativen Arbeiten der ägyptischen Künstlerin Iman Issa verweisen auf historische Kulturgüter, Personen und Ereignisse. Von real existierenden Gegenständen oder Bildern ausgehend, erarbeitet die Künstlerin formal abstrahierte Plastiken. Teil ihrer Werke sind oft kleine Textplaketten, die die Skulptur kontextualisieren. Das Zusammenspiel von Text und Objekt ist auch prägend für „Self-Portrait (Self as Doria Shafik)“. In den 1940er Jahren hat die ägyptische Frauenrechtlerin, Dichterin und Herausgeberin Doria Shafik wesentlich dazu beigetragen, dass das Frauenwahlrecht in der Verfassung des Landes verankert wurde. • International stark wahrgenommene Position aus dem Nahen Osten • Verbindet Brancusi-ähnliche Vereinfachungen der Form mit gegenwartsbezogenen, zeitkritischen Themen • Nominierung für den Preis der Nationalgalerie, Berlin (2017) • Teilnahme an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, u.a.: MoMA, New York; Solomon R. Guggenheim Museum, New York; Whitney Biennial, New York; 21er Haus, Wien; Kunsthalle Lissabon; Bielefelder Kunstverein , Kunstmuseum St. Gallen • Vertreten in folgenden öffentlichen Sammlungen: Solomon R. Guggenheim Museum, New York; MoMA, New York; Pérez Art Museum, Miami; Magazin III, Stockholm Eingeliefert von carlier | gebauer, Berlin Mit Dank an Iman Issa Courtesy Iman Issa und carlier | gebauer, Berlin / Madrid

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Karel Appel
Head, 1975

58 x 29 x 21,5 cm
Acryl auf Schaumstoff, auf Holzbasis
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 13 - LIVE AUKTION
€ 63,800 (incl. MwSt)

KAREL APPEL *1921 in Amsterdam/Niederlande †2006 in Zürich/Schweiz Karel Appel begann seine Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Laufe von sechs Jahrzehnten voller Schaffenskraft experimentierte der Künstler in den Bereichen Malerei, Skulptur, Zeichnung und Bühnenbild und profilierte sich durch eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Innovation. Appel ließ sich nie auf einen bestimmten Stil, ein bestimmtes Medium oder ein Thema festlegen. Über seine klassische akademische Ausbildung hinaus beschäftigte er sich mit Volkskunst, mit der ungezügelten Arbeitsweise von Kindern und Geisteskranken, aber auch mit dem Improvisationsgeist des Jazz. Appel ist vor allem Maler, und auch seine räumlichen Arbeiten lassen seinen malerischen Ansatz erkennen. Deshalb, so schreibt der Appel-Experte Franz Kaiser, hat sich mittlerweile die Bezeichnung „Objektmalerei“ für Appels dreidimensionale Arbeiten eingebürgert – eine Bezeichnung, die auch jene kleine Gruppe von auf New Yorker Straßen gefundenem und bearbeitetem Styropor von 1975 verkörpert, der auch „Head“ (Kopf) angehört. • Sehr seltene, frühe Skulptur des berühmten Mitbegründers der Gruppe CoBrA • Teilnahme an der Documenta in Kassel 1959 und 1964 • Zuletzt haben Appel folgende Institutionen viel beachtete Einzelausstellungen gewidmet: Kunstmuseum, Den Haag; Musée d’Art Moderne de Paris; Centre George Pompidou, Paris; Albertina, Wien; Stedelijk Museum, Amsterdam; The Phillips Collection, Washington, D.C.; Pinakothek der Moderne, München • Auswahl öffentlicher Sammlungen: Albertina, Wien; Museum Ludwig, Köln; Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid; Rijksmuseum, Amsterdam; Kunstmuseum, Den Haag; Museum of Modern Art, New York; Tate Modern, London; Pinakothek der Moderne, München „Was mir an einer Skulptur gefällt, ist, dass der Betrachter, wenn er sie umkreist, ihr geheimes Leben enthüllt und ihre Existenz vervielfacht, denn während er sich durch den Raum bewegt, erschafft er sowohl die Skulptur als auch ihren Hintergrund neu.“ (Karel Appel, 1977) Eingeliefert vom Karel Appel Estate Mit Dank an Galerie Jahn und Jahn, München Photo Tom Haartsen, Ouderkerk a/d Amstel © Karel Appel Foundation c/o VG Bild-Kunst, Bonn 2020

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Julian Rosefeldt
Black Cowboy (American Night, Series 3, Nr. 4), 2009

114,3 x 167,3 x 10 cm
Lightjet-Druck
Edition 2/6 + 2AP
Zertifikat mit Signatur
LOS 14 - LIVE AUKTION
€ 13,900 (incl. MwSt)

JULIAN ROSEFELDT *1965 in München lebt und arbeitet in Berlin Die Fotoserie „American Night / Black Cowboy“ ist in Zusammenhang mit der 5-Kanal-Video-Installation „American Night“ entstanden, die in Südspanien und auf den Kanarischen Inseln gedreht wurde. Der schwarze Cowboy als einsame Rückenfigur mit Blick in eine unendliche, dunstverschleierte Landschaft erinnert nicht zufällig an Caspar David Friedrichs „Wanderer über dem Nebelmeer“. Rosefeldt verbindet den von Friedrich immer wieder dargestellten Blick des Individuums in eine transzendente, ungewisse Zukunft mit den stereotypischen Motiven des amerikanischen Western. • Seit 2011 ist Rosefeldt Professor an der Akademie der Bildenden Künste, München • Mit seiner Videoinstallation „Manifesto“ (2015), die in mehr als 20 Museumsausstellungen weltweit gezeigt wurde, hat Rosefeldt sich endgültig als einer der bedeutendsten Medienkünstler unserer Zeit erwiesen • Auch „American Night“ wurde in zahlreichen Institutionen gezeigt, darunter im Kunstmuseum Bonn und der Akademie der schönen Künste, München • Rosefeldt ist u.a. in folgenden Sammlungen vertreten: Staatliche Museen zu Berlin; Nationalgalerie, Berlin; Staatsgalerie Stuttgart; Bayerische Staatsgemäldesammlungen; MoMA, New York; Sammlung Goetz, München; Saatchi Collection, London; Deutsche Bank Collection, Frankfurt am Main; Olbricht Collection, Essen Eingeliefert von Julian Rosefeldt Mit Dank an König Galerie, Berlin © Julian Rosefeldt und VG Bild-Kunst, Bonn 2020

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Gregor Hildebrandt
Hear my words inside (P//R), 2020

144 x 152 x 4 cm
Zerschnittene Vinylschallplatten, Leinwand, Holz
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 15 - LIVE AUKTION
€ 42,900 (incl. MwSt)

GREGOR HILDEBRANDT *1974 in Bad Homburg lebt und arbeitet in Berlin und München Zu den reizvollsten Arbeiten im Œuvre Gregor Hildebrandts, dessen Ausgangsmaterial fast immer analoge Datenträger sind, gehören die geheimnisvoll schimmernden Werke aus Vinylschallplatten. Ihre monochromen, vielfach facettierten Oberflächen entfalten ihre Wirkung im Spiel von Licht und Schatten, das sich bei jeder Bewegung des Betrachters verändert. Mit dem Wasserstrahlschnitt hat der Künstler in dieser großformatigen Arbeit die Vinylscheiben in eine Vielzahl von Fragmenten zerteilt und auf der Leinwand neu zusammengesetzt. Allerdings wird keine Musik mehr erklingen, die Rillen geben nichts mehr preis, und doch verweist Hildebrandt auf ihre ursprüngliche Funktion: Der Bildtitel entstammt einem Song auf dem Vinylalbum „Hone“ der Band PAAR. Für den schwingenden Rhythmus, die träumerischen Sequenzen dieser Aufnahme erschafft der Künstler hier ein poetisches visuelles Äquivalent. • Studium an der Kunsthochschule Mainz bei Friedemann Hahn und an der Universität der Künste in Berlin • Seit 2015 Professor für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste, München • 2016 Falkenrot Preis des Künstlerhauses Bethanien, Berlin • Ausstellungen weltweit, u.a.: Contemporary Art Museum, St. Louis/USA; Kunsthalle Recklinghausen; Berlinische Galerie, Museum für moderne Kunst, Berlin; Centre Georges Pompidou, Paris; Institute of Contemporary Art, Boston • Vertreten in bedeutenden Sammlungen, u.a.: Berlinische Galerie, Berlin; Centre Georges Pompidou, Paris; Martin Z. Margulies Collection, Miami; Pat and Juan Vergez Collection, Buenos Aires; Museum van Bommel van Dam, Venlo; Sammlung zeitgenössische Kunst der Bundesrepublik Deutschland • 2020/21 Ausstellung in der G2 Kunsthalle, Leipzig „Ich glaube nicht an die Digitalisierung. Meine Arbeiten sind sehr haptisch und die funktionieren nicht in der Abbildung.“ (Gregor Hildebrandt) Eingeliefert von Galerie Wentrup, Berlin, und Gregor Hildebrand Photo Roman März Courtesy Gregor Hildebrandt und Wentrup Gallery, Berlin

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Karl Horst Hödicke
Kahn, 1984

150 x 230 cm
Kunstharz auf Leinwand
Unikat
Signiert und datiert auf der Rückseite
LOS 16 - LIVE AUKTION
€ 80,000 (incl. MwSt)

K. H. HÖDICKE *1938 in Nürnberg lebt und arbeitet in Berlin Zweifellos ist der Maler K. H. Hödicke neben Georg Baselitz, Sigmar Polke und Gerhard Richter, Schlüsselfigur einer neuen figurativen Malerei der deutschen Nachkriegsmoderne. Zu Beginn der 1960er-Jahre zählt er zu den Wortführern einer kleinen Gruppe jugendlicher Querdenker, die die Malerei revolutionieren wollen. Wie andere Künstler seiner Generation setzt er sich mit seiner figurativen Malerei abrupt von der in Konventionen erstarrten informellen Malerei ab. Seine großflächigen Großstadtsujets, die einhergehen mit dem ihm eigenen malerisch-furiosen Gestus und einer leuchtenden Expressivität der Farben machen ihn zu dem Berliner Großstadtchronisten der Roaring 80s. Seit jüngster Zeit wird die Qualität seiner direkten, kommentarlosen und unbefangenen Malerei wiederentdeckt. • Lehrauftrag von 1974 bis 2006 als Professor an der Hochschule der Künste in Berlin • Vaterfigur der Neuen Wilden und Mitbegründer von Großgörschen 35, einer revolutionären Genossenschaftsgalerie in Westberlin, die die Berliner Kunstszene nachhaltig geprägt hat • Frühe Ausstellungserfolge und Teilnahme an der Documenta VI 1977 und zahlreichen institutionellen Einzelausstellungen • Vielsprechendes Comeback seines Schaffens durch die große Retrospektive 2020 in der Pinakothek der Moderne und einer Einzelausstellung in der Hall Art Foundation in Schloss Derneburg • Im Kontext der Ausstellung in der Pinakothek der Moderne haben die Staatliche Graphische Sammlung München, das Münchner Lenbachhaus, die Sammlung Moderne Kunst der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und nicht zuletzt das Museum Brandhorst, unlängst wichtige Hauptwerke des Künstlers erworben • Ab Herbst wird das Museum Brandhorst seiner Malerei einen eigenen Raum widmen „Ich suche nach der Wesenheit der Dinge, die einen dazu bringt, eine plausible Bilderklärung zu finden.“ (K.H. Hödicke, 2019) Eingeliefert von K. H. Hödicke Mit Dank an Staatliche Graphische Sammlung, München Photo Gunnar Gustafsson, Staatliche Graphische Sammlung © VG Bild-Kunst Bonn, 2020

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Raoul De Keyser
Wolk en Doos in Hoek, 1968

50 x 50 cm
Acryl- und Dispersionsfarbe auf Karton
Unikat
Signiert auf der Vorderseite
LOS 17 - LIVE AUKTION
€ 45,000 (incl. MwSt)

RAOUL DE KEYSER *1930 in Deinze/Belgien †2012 ebenda Erst seit wenigen Jahren tritt die besondere kunsthistorische Bedeutung des belgischen Malers Raoul De Keyser zutage. Anfang dieses Jahres erwarb PIN. vier Gemälde dieses Künstlers für die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Wie eine malerische Vorstudie zum größten Werk der neu erworbenen Gruppe wirkt die wundervolle, im selben Jahr wie das Gemälde geschaffene Gouache „Wolk en Doos in Hoek“ („Wolke und Box in Ecke“). Beide Werke zeigen bereits typische Merkmale der Malerei von De Keyser. So zeigen sie den Bezug des Künstlers zu seinem unmittelbaren Lebensumfeld, ob die saftig grüne Wiese seines Gartens, eine Cumuluswolke am blauen Himmel oder ein Gartenschlauch. Manchmal tauchen sogar eigene Kunstwerke in den Bildern auf, wie auf der Gouache unten rechts einer der dreidimensionalen Bildkörper aus der Serie seiner „Doos“-Arbeiten. Die Werke zeigen auch den freien und spielerischen Umgang des Künstlers mit seinen Motiven, er zerlegte sie oder fügte ihnen neue Ebenen hinzu. Und schließlich bestechen sie durch eine Lust am Spiel und einen trockenen Humor. Die Leichtigkeit, mit der sich De Keyser über die Konventionen der Kunstgeschichte hinwegsetzte, ist auch ein Grund, weshalb er als ein „Artist‘s Artist“ („Künstler-Künstler“) geschätzt wird, der nachfolgende Künstlergenerationen bis heute inspiriert. • Extrem gesuchtes frühes Werk des seit seinem Tod 2010 zunehmend nachgefragten Künstlers, • Internationaler Durchbruch 1992 durch die Teilnahme an der Documenta, Kassel • Seit den 1990ern zahlreiche internationale Museums- und Galerieausstellungen, u. a.: Museum voor Schone Kunsten, Gent; Kunstmuseum Bonn; Inverleith House, Edinburgh; Galerie Barbara Weiss, Berlin und David Zwirner, New York • Werke des Künstlers befinden sich in bedeutenden Museumssammlungen, u.a.: Stedelijk Museum voor Actuele Kunst / S.M.A.K., Gent; Museum Ludwig, Köln; Bayerische Staatsgemäldesammlungen in der Pinakothek der Moderne, aber auch in privaten Kunstsammlungen weltweit (von USA bis China und Japan) • Umfangreiche Einzelausstellung 2018/2019 in der Pinakothek der Moderne in Zusammenarbeit mit dem S.M.A.K. in Gent Eingeliefert von der Familie De Keyser Mit Dank an Zeno X Photo Elisabeth Greil, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © Family Raoul De Keyser/ SABAM Belgium 2020, courtesy Zeno X Gallery, Antwerp & David Zwirner, Barbara Weiss, Berlin

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Kaspar Müller
Untitled, 2020

210 x 160 cm
UV-gehärtete Tinte und Sennelier-Ölpastell auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 18 - LIVE AUKTION
€ 20,900 (incl. MwSt)

KASPAR MÜLLER *1983 in Schaffhausen lebt in Berlin und Zürich/Schweiz In den Corona-Monaten dieses Jahres überraschte Kaspar Müllers sechsjährige Tochter Katharina ihn eines Tages mit einem Gemälde auf einem einzigen Blatt aus weißem, dreilagigem Toilettenpapier, das mit einem sich wiederholenden Muster aus Schmetterlingen und Blumen bedruckt war. Vielleicht war es das verlangsamte Tempo dieser intimen Zeit oder einfach die Unschuld und Neugierde des kindlichen Geistes, aber seine Tochter hatte einem industriell hergestellten Alltagsgegenstand neues Leben eingehaucht. Mit einer Reihe von Ölkreiden färbte sie die in das Papier eingeprägten Muster akribisch ein und offenbarte durch ihren zarten, aber entscheidenden Eingriff ein klares und kühnes Design. Was folgte, war ein Austausch zwischen den Generationen durch das Medium eines der banalsten Haushaltsgegenstände. Müllers neue Gemälde entstanden aus der Schönheit, die die Bilder seiner Tochter in einem Produkt offenbarten, das allgegenwärtig, leer und profan ist. Der Künstler hat die Werke seiner Tochter durch verschiedene technische Eingriffe im großen Stil performativ nachgestellt. Die großformatigen Drucke betonten nicht nur das verschönerte Ornament, sondern auch die objekthafte Qualität des Papierbogens, einschließlich manchmal zerrissener oder leicht eingerissener Ränder. • Kaspar Müller hatte u.a. Einzelausstellungen in: Societé, Berlin; Kunsthalle Bern; Museum im Bellpark, Kriens; Kunsthalle Zürich; Centre d’Art Contemporain, Lausanne • Sein Werk ist in folgenden Sammlungen vertreten: Kunsthalle Bern; Kunsthaus Zürich; Sammlung der Stadt Basel; Pictet Group; Credit Suisse; Mamco Génève • Die nächste Einzelausstellung des Künstlers findet in der Galerie Francesca Pia in Zürich statt Eingeliefert von Société, Berlin Mit Dank an Kaspar Müller © Societe Wichelhaus GmbH

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Bernd Koberling
Eine unendliche Betrachtung I, 2018/19

110,5 x 85,5 cm
Öl auf Leinwand
Unikat
Signiert und datiert auf der Rückseite
LOS 19 - LIVE AUKTION
€ 46,400 (incl. MwSt)

BERND KOBERLING *1938 in Berlin arbeitet in Berlin und auf Island Auf der Suche nach visueller Wahrheit begreift Bernd Koberling seine Arbeit als ein Nachdenken darüber, wie aus Form Schönheit und aus Schönheit Form entsteht. Das Erleben der Natur bleibt nach wie vor seine wichtigste Motivation. Mit Faszination und Sensibilität richtet er seinen Blick vor allem auf das Reich der Pflanzen. In ihnen sieht er nicht lediglich einen Gegenstand für seine Malerei, sondern das elementarste Dasein in der Welt. Koberling lässt intensive Töne zu strahlenden Farbräumen kulminieren, die kein Abbild einer gesehenen Landschaft sind, sondern Schönheit und Sinnbild erlebter Natur zeigen. • Bernd Koberling ist wichtiger Wegbereiter der Neuen Wilden • Als zentraler Vertreter der neoexpressionistischen Tendenzen in der Malerei wurden Koberlings Arbeiten bereits zu Beginn der 1980er Jahre auf legendären Ausstellungen gezeigt, darunter „A New Spirit in Painting“ an der Royal Academy in London (1981) und „Zeitgeist“ im Martin-Gropius-Bau in Berlin (1982) • 2006 wurde Bernd Koberling der Fred-Thieler-Preis für Malerei verliehen • Die Werke des Künstlers sind weltweit in institutionellen Sammlungen vertreten, u.a.: ARoS Kunstmuseum, Aarhus; Hamburger Kunsthalle; Sprengel Museum, Hannover; Nasjonalmuseet, Oslo; Reykjavík Art Museum;Vancouver Art Gallery Eingeliefert von KEWENIG, Berlin Mit Dank an Bernd Koberling Photo Lepkowski Studios, Berlin © Courtesy Kewenig Berlin

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Ólafur Elíasson
Future hemisphere compass, 2020

87 x 84 x 110 cm
Edelstahl, Treibholz, Muschel, Magnet, Farbe (schwarz, blau, rot), Kunststoff, Draht
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 20 - LIVE AUKTION
€ 87,000 (incl. MwSt)

ÓLAFUR ELÍASSON *1967 in Kopenhagen/Dänemark lebt und arbeitet in Berlin Ólafur Elíasson gehört zu den international bekanntesten und einflussreichsten Künstlern der Gegenwart. In seinen Skulpturen, Papierarbeiten, Fotografien und Installationen nutzt er elementare Materialien wie Licht, Wasser, Eis und die Temperatur der Luft. Vor allem für seine Bemühungen, nachhaltige Ansätze durch seine Kunst voranzutreiben, genießt er hohe Anerkennung. Bei allem, was Elíasson tut, dient ihm sein Anliegen, das Bewusstsein für die Fragilität unseres Planeten, für den Klimawandel und die zunehmende Knappheit unserer Ressourcen zu schärfen, als Kompass. Ein Kompass dient der Orientierung. Im Laufe der Jahre hat Elíasson unzählige Variationen des Motivs erforscht. Der Future hemisphere compass besteht aus Dingen, die an abgelegenen Stränden in ganz Island gesammelt wurden, sowie aus Objekten, die im Atelier zur Hand sind. Ein zwischen den diversen Materialien befestigter Magnet richtet das Treibholzstück auf die Nord-Süd-Achse aus. „Kunst und Kreativität haben der Welt außerhalb der Kunst viel zu bieten. Künstlerisches denken basiert auf dem ständigen Bewusstsein der Potenzialität - der Idee, dass die Realität formbar und relativ ist und dass ich durch mein Handeln die Welt beeinflussen und verändern kann.“ (Ólafur Elíasson, Designboom 2015) • Mit seinen Großprojekten begeistert der dänische Künstler isländischer Herkunft wie kein zweiter Menschen weltweit. Über zwei Millionen sahen 2003 seine künstliche Sonne in der Turbine Hall in der Tate Modern • Zwischen Elíasson und der Stadt München besteht schon lange eine besondere Verbindung: Seit 2003 hat er vier große Arbeiten im öffentlichen Raum geschaffen, darunter die große Lichtskulptur „Wirbelwerk“ im Foyer des Lenbachhauses • 2018 widmete die Pinakothek der Moderne Elíasson eine große Einzelausstellung mit Fokus auf seinen Werken auf Papier, 2019 das Serralves Museum in Portugal sowie die Tate Modern in London eine Retrospektive, die auch im Museo Guggenheim Bilbao gezeigt wurde; 2020 das Kunsthaus Zürich sowie das MOT Museum of Contemporary Art Tokyo in Japan • bis 24. Oktober 2020 richtet die Galerie neugerriemschneider eine Einzelausstellung mit neuen Werken des Künstlers in ihren Räumlichkeiten in Berlin aus Eingeliefert von Ólafur Elíasson Courtesy neugerriemschneider, Berlin Photo Jens Ziehe © Ólafur Elíasson, Courtesy Ólafur Elíasson und neugerriemschneider, Berlin

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Guan Xiao
Pond, 2019

183 x 140 x 60 cm
Messing, Ulmenholz, Handykordel, 3D-Druck
Edition 1/3 + 2 AP
Zertifikat mit Signatur
LOS 21 - LIVE AUKTION
€ 25,500 (incl. MwSt)

GUAN XIAO *1983 in Provinz Chongqing/China lebt und arbeitet in Peking/China Guan Xiaos Werk enthält zahlreiche kulturhistorische Bezüge und verweist etwa auf alte östliche und westliche Traditionen sowie auf zeitgenössische Popkultur. Mit ihren „Root Sculptures“ nimmt sie Bezug auf die alte chinesische Tradition der Wurzelschnitzerei. Guan Xiao beschreibt die verdrehten und knorrigen Wurzeln als Repräsentanten des „perfekten Gegenstands”, da sie sowohl natürlich geformt sind als auch ein Readymade darstellen. In ihren Arbeiten verwendet sie solche Wurzelformen als Träger anderer bildhauerischer Elemente, wie Handyketten oder im 3D-Drucker hergestellte Objekte. Für Guan Xiao existiert kein Gegensatz zwischen artifiziell und natürlich. „Die meisten Widersprüche“, so sagt sie, „sind nur zwei verschiedene Manifestationen derselben Sache.“ Die von der Künstlerin verwendeten, sich kontrastierenden Materialien stellen das lineare Zeitempfinden in Frage – alles verbindet sich mit allem und existiert gleichzeitig im digitalen Raum. Xiaos Skulpturen bündeln diese sehr zeitgenössische Erfahrung zu poetischen Traumbildern von großer suggestiver Kraft. • Die junge Künstlerin wurde in den letzten drei Jahren in prominenten Ausstellungshäusern im In- und Ausland ausgestellt: Kunstmuseum St. Gallen (2020); X Museum, Peking (2020); Sharjah Art Foundation (2020); Antenna Space, Shanghai (Einzelausstellung, 2020); Bonner Kunstverein (Einzelausstellung, 2019); Contemporary Art Museum St. Louis (Einzelausstellung, 2019); Honolulu Biennale (2020); Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich (2019); Kunsthalle Winterthur (Einzelausstellung, 2018); High Line, New York (2017); 57. Venedig-Biennale (2017); Julia Stoschek Collection, Berlin (2017) • Die Arbeiten der Künstlerin befinden sich in den folgenden Sammlungen: Sammlung Boros, Berlin; Sammlung Daimler, Stuttgart; Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Turin; Sammlung Julia Stoschek, Düsseldorf; Sammlung der Familie Rubell, Miami • Die Künstlerin wird 2020 an der Biennale von São Paulo teilnehmen „Wenn wir nicht wissen, was die Funktion eines archäologischen Reliktes war, weil es zu ‚alt‘ ist oder wenn wir den Zweck eines aus der Zukunft stammenden Objektes nicht kennen, weil es zu ‚fortschrittlich‘ ist, bedeutet das nicht, dass ihre Wirkung auf uns sehr ähnlich ist?“ (Guan Xiao, 2019) Eingeliefert von Guan Xiao Mit Dank an Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin Photo Mareike Tocha © Guan Xiao, Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin

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Georg Baselitz
Salzburger Grün, 2020

199,6 x 149,6 cm
Tusche und Gouache auf Papier
Unikat
Signiert auf der Vorderseite
LOS 22 - LIVE AUKTION
€ 232,000 (incl. MwSt)

GEORG BASELITZ *1938 in Deutschbaselitz, Sachsen lebt und arbeitet am Ammersee, bei Salzburg/Österreich, in Basel/Schweiz und Imperia/Italien Bereits in der seit 1965 entstandenen Werkgruppe der „Helden“ beschäftigte sich Baselitz mit der Verletzbarkeit des menschlichen Körpers. In den Gemälden und Zeichnungen der letzten Jahre stellt er die eigene und die Gestalt seiner Frau Elke in den Mittelpunkt seines Schaffens. Anders als in den pastos gemalten frühen Arbeiten wirkt der Körper nun immateriell, ein Liniengespinst, fragil und durchlässig, menschlichen Bedingtheiten ausgesetzt. Einen Kontrapunkt und stabilisierenden Rahmen setzt dagegen das leuchtende Grün mit seinen Assoziationen der zyklischen Erneuerung in der Natur. Vergangenheit und Aktualität, das Schöpferische und das Zerstörerische, das Private und das Öffentliche verbinden sich im Spätwerk des Künstlers zu einem die Betrachtung immer wieder neu herausfordernden Geflecht. • Gemäldehaft große Arbeit des Künstlers von musealer Qualität • Baselitz spielt seit den 1960er Jahren eine herausragende Rolle in der internationalen Kunstszene • Ungebrochene Schaffens- und Innovationskraft auch im Spätwerk • Teilnahme an der Documenta 5 und 7 sowie an den bahnbrechenden Ausstellungen „Zeitgeist“ (1982) und „Von hier aus“ (1984); Deutscher Pavillon auf der Biennale in Venedig (1980) • Einzelausstellungen in bedeutenden Institutionen weltweit, allein seit 2018 in: Fondation Beyeler, Riehen; Kunstmuseum Basel; Hirshhorn Museum and Sculpture Garden; Washington, D.C.; Musée Unterlinden, Colmar; Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Gallerie dell’ Accademia, Venedig • Zahlreiche Ehrungen, darunter Goslarer Kaiserring (1986); Ehrenmitgliedschaft der Royal Academy of Arts, London (1999); Praemium Imperiale, Tokio (2004); Aufnahme in die Académie des Beaux-Arts, Paris (2019) • Großzügige Schenkung des Künstlers zu Ehren seines langjährigen Sammlers und Wegbegleiters S.K.H. Herzog Franz von Bayern an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen „Es gibt jeden Tag diese Forderung, die man sich selbst stellt: Bitte nicht schwach werden, weitermachen! Denn draußen ist die Hölle los, und du musst irgendwas dagegensetzen, musst eine Antwort geben.“ (Georg Baselitz?) Eingeliefert von Georg Baselitz Photo Jochen Littkemann, Berlin © Georg Baselitz 2020

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Jonathan Meese
HEY, TOLLE SKULP(I), 2017

120,5 x 100,3 x 3,3 cm
Acryl, Acryl-Spachtel und Acrylgel auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 23 - LIVE AUKTION
€ 38,300 (incl. MwSt)

JONATHAN MEESE *1970 in Tokio/Japan lebt und arbeitet in Berlin und Hamburg Jonathan Meese gilt als Enfant terrible der internationalen Kunstszene. Er bewegt sich fließend zwischen den einzelnen Kunstgattungen und kombiniert Malerei, Grafik und Plastik mit Collagen und Texten. In seinen grenzüberschreitenden Arbeiten, die von bekannten Personen aus der Weltgeschichte, der deutschen Mythologie und der Popkultur bevölkert werden, ruft Meese die „Diktatur der Kunst“ aus. Seine großformatigen Ölbilder sind geprägt von einer expressiven Bildsprache und werden oft mit Wörtern und Wortcollagen angereichert. Das Bild „HEY, TOLLE SKULP (I)“ ist, so schreibt der Künstler, „das Selbstportrait von Meese als Mischung von Hagen von Tronje, Meese und dem hypnotischen Kunstkrieger in uns allen. Dieser Kunstkämpfer hat die drei Augen der Kunstmacht, das dritte Auge ist das, Richard Wagner-Auge‘ des einäugigen Hagen von Tronje, als Hagen von Troja, umgeben von dem des Kunst-Urknalls. Das Bild zeigt den Sieg und den Sieger der Kunst in Zeit und Raum, fertig“. ● Jonathan Meese hat mit seiner großen, weithin beachteten Retrospektive in der Pinakothek der Moderne, München (2018), seinen Ruf als Ausnahmekünstler unserer Zeit bestätigt ● Seine Werke sind in bedeutenden privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten, u. a.: Sammlung Falckenberg, Hamburg; Sammlung Goetz, München; Albertina, Wien; Art Gallery of Ontario, Toronto; Bundeskunstsammlung, Bonn; Centre Georges Pompidou, Paris; Louisiana Museum of Modern Art, Humblebæk; K20, Düsseldorf; Musées de Strasbourg, Strasbourg; Museum of Contemporary Art, North Miami; MoMA, New York; Pinakothek der Moderne, München „Was würden Sie sagen? Wie viele Jonathan Meeses sind Sie? Tausend! Tausend ist eine gute Zahl. Es können aber auch tausendmal tausend sein, wie man will.“ (Jonathan Meese, Zeit online, 2018) Eingeliefert von Jonathan Meese Photo Jan Bauer © Photography Jan Bauer. Net I Courtesy Jonathan Meese. Co

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Astrid Klein
Untitled (la tentation le plus dangereuse...), 1979

175,5 x 124 cm
Fotoarbeit
Edition 2/3
Zertifikat mit Signatur
LOS 24 - LIVE AUKTION
€ 44,100 (incl. MwSt)

ASTRID KLEIN *1951 in Köln lebt und arbeitet ebenda Astrid Klein zählt zu den wichtigsten Stimmen der deutschen Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Zentraler Aspekt ihres Gesamtwerks ist die Auseinandersetzung mit dem politischen Klima im Nachkriegsdeutschland und mit der westlichen Welt, mit Ängsten und Sehnsüchten, die über die Medien global transportiert werden. Sie untersucht diese grenzübergreifenden, gleichwohl stereotypisierten Machtverhältnisse, wobei ihr künstlerischer Ansatz auf der wahrnehmungspsychologischen Hinterfragung tradierter Bildkultur fußt. Ihre konzeptuelle Herangehensweise steht dabei in enger Verbindung mit amerikanischen Zeitgenoss*innen wie John Baldessari, Barbara Kruger oder Richard Prince. Die eingereichte Arbeit gehört zu Kleins frühen historischen Collagen, mit denen die Künstlerin ab Ende der 1970er Jahre international bekannt wurde. In diesen kombiniert sie Text- und Bildfragmente zu komplexen Kompositionen. Orientiert an der Formensprache der Nouvelle Vague oder des Film Noir beschäftigt sie sich mit der klischeehaften Darstellung der Frau und untersucht den Einfluss der Medien auf die soziale Identität. • Astrid Klein hatte zahlreiche internationale Einzelausstellungen, darunter zuletzt in der Sammlung Falckenberg/Deichtorhallen Hamburg (2018) und in The Renaissance Society, Chicago (2017) • Die Künstlerin hat an vielen bedeutenden Gruppenausstellungen wie der Documenta 8 und der 42. Biennale in Venedig teilgenommen • Momentan ist Astrid Klein eine von der Presse viel beachtete Präsentation in der Pinakothek der Moderne, München, gewidmet • Ihr Werk ist in folgenden öffentlichen Sammlungen vertreten: Hamburger Bahnhof ‒ Museum für Gegenwart, Berlin; Museum of Modern Art, San Francisco; Tate, London; Fundación „la Caixa“, Madrid; Museum Folkwang, Essen; Museum Ludwig, Köln; Pinakothek der Moderne, München Eingeliefert von Astrid Klein Courtesy Sprüth Magers Photo Tim Ohler, 2018 Courtesy Sprüth Magers

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Raymond Hains
Saffa, 1970

101 x 95 x 15 cm
lackiertes Holz, Schleifpapier
signiert, betietelt und datiert SAFFA, 1970 Raymond Hains (auf der Rückseite)
LOS 25 - LIVE AUKTION
€ 127,600 (incl. MwSt)

RAYMOND HAINS *1926 Saint-Brieuc/Frankreich †2005 in Paris/Frankreich SAFFA ist ein frühes Beispiel für Hains’ ikonische Serie von überdimensionierten Streichholzheften, die er Mitte der 1960er Jahre begann und Anfang der 2000er Jahre wieder aufgriff. Der Titel ist das Akronym einer italienischen Tabakfirma. Von einem Zimmermann nach seinen Anweisungen hergestellt, fordern Hains’ Streichhölzer den Begriff der Autorenschaft heraus. Mit der Idee des Readymades spielend, bewegen sich die Werke zwischen Humor und Ernsthaftigkeit, ästhetischem Anspruch und Dinglichkeit. • Ikonisches, frühes Werk aus der berühmten Streichhölzer-Serie, die in internationalen Sammlungen vertreten ist, u.a.: Museum of Modern Art, New York; The Modern Art Museum of Fort Worth, Texas; Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain, Nizza; Museu Coleção Berardo, Lissabon; Museum Ludwig, Köln • Künstlerischer Pionier des 20. Jahrhunderts, der 1960 gemeinsam mit Künstlern wie Arman, Yves Klein und Jean Tinguely das erste Manifest des Nouveau Réalisme unterzeichnete • War auf der Documenta 4 (1968), der Documenta 10 (1997) sowie 2017 in der Hauptausstellung der Venedig-Biennale vertreten • Zwischen 2000 und 2002 Retrospektiven im Centre Georges Pompidou, Paris; Museu d’Art Contemporani de Barcelona; Fundação de Serralves, Porto; Moore College of Art & Design, Philadelphia; Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain, Nizza • Vertreten u.a. in folgenden öffentlichen Sammlungen: Musée National d’Art Moderne, Centre Georges Pompidou, Paris; Musée d’Art Moderne de Paris, Fondation Cartier; Fondation Louis Vuitton, Paris; Mumok, Wien; Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid; Sprengel Museum, Hannover „I’m not so much the creator, encounters are more my thing.“ (Raymond Hains, 1986) Eingeliefert von Galerie Max Hetzler, Berlin Photo Charles Duprat © Adagp, Paris, VG Bild-Kunst, Bonn, 2020, Raymond Hains Estate and Galerie Max Hetzler Berlin I London I Paris

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Günther Förg
Ohne Titel, 2005

45 x 55 cm
Acryl auf Holz
Unikat
Signiert auf der Vorderseite
LOS 26 - LIVE AUKTION
€ 38,300 (incl. MwSt)

GÜNTHER FÖRG * 1952 in Füssen †2013 in Freiburg i. Br. Einst Schüler, später Professor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München, hat Günther Förg sich intensiv mit der Tradition der geometrischen Abstraktion in Europa und den USA beschäftigt, um daraus seine ganz eigene, spielerisch-intuitive Variante zu entwickeln. In seinen Gitterbildern, die durchaus Bezüge zur Architektur haben, unterwandert Förg die Strenge des Rasters mit Lässigkeit und Nonchalance. Durch den spontanen Duktus legt er den Malprozess offen und entzieht sich der Perfektion der Minimal Art. Dabei erzeugen die sichtbare Geste und der starke Kontrast zwischen der roten Struktur und dem schwarzen Balken eine fast schon dramatische Wirkung. „Für mich ist abstrakte Kunst heute das, was man sieht, und nicht mehr.“ (Günther Förg) • Seltenes, sehr gesuchtes Gemälde des Künstlers auf Holz in kleinerem Format • Einer der wichtigsten deutschen Künstler seit den 1980er Jahren • Langjährige Lehrtätigkeit an der Akademie der Bildenden Künste, München • Teilnahme an der Documenta 9 • Einzelausstellungen u.a. in: Kunsthalle Tübingen; Museum für Gegenwartskunst, Basel; Fondation Beyeler, Riehen; Stedelijk Museum, Amsterdam; Museum Brandhorst, München • Werke in bedeutenden öffentlichen Sammlungen, u.a.: Museum of Modern Art, New York; Tate Modern, London; Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid; Städel Museum, Frankfurt am Main; Museum Brandhorst, München; Pinakothek der Moderne, München Eingeliefert von Privatsammlung, München Photo Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

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Heimo Zobernig
Ohne Titel, 2016

100 x 100 cm
Acryl auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 27 - LIVE AUKTION
€ 69,600 (incl. MwSt)

HEIMO ZOBERNIG *1958 in Mauthen/Österreich lebt und arbeitet in Wien/Österreich Bereits zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn distanziert sich Zobernig ebenso von der Tradition des Wiener Aktionismus wie von den damals gerade populären Neuen Wilden. Er misstraut der spontanen Geste, die für ihn doch eine kalkulierte ist, und richtet einen sachlichen Blick auf die Bedingungen künstlerischer Arbeit. Dafür untersucht er die Farbenlehren der Vergangenheit, die Formalismen der konstruktiven Kunst und den Einfluss von Kontext und Kunstbetrieb. In seinem vielschichtigen Werk, das neben Malerei und Skulptur auch Performance, Video und Rauminstallationen kennt, geht es um Dekonstruktion, um Offenheit, um Abweichung und immer um die Frage: Wie funktioniert Kunst als Sprache? • Einer der einflussreichsten europäischen Künstler der Gegenwart • Sein Werk sprengt die Grenzen der künstlerischen Gattungen • Gestaltete 2015 den österreichischen Pavillon auf der Biennale in Venedig • Zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen weltweit, u.a. Documenta 10 und 11 • Seit 2000 Professor für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien • Mit wichtigen Arbeiten im Museum Brandhorst und in der Pinakothek der Moderne, München, vertreten „Ich hingegen bin Historiker, bin Wissenschaftler.“ (Heimo Zobernig, 1993) Eingeliefert von Galerie Nagel Draxler, Berlin/Köln/München Mit Dank an Heimo Zobernig Heimo Zobernig und Galerie Nagel Draxler, Berlin/Köln/München

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Loïc Raguénès
Encore sur le rêve et l'état de veille, 2018

91 x 127 cm
Tempera auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 28 - LIVE AUKTION
€ 23,200 (incl. MwSt)

LOÏC RAGUÉNÈS *1968 in Besançon/Frankreich lebt und arbeitet in Douarnenez/Frankreich „Wieder zwischen Traum und Wachzustand“ lautet die Übersetzung des Titels des hier angebotenen Gemäldes. Loïc Raguénès lebt in der Bretagne nahe des Meeres. Er tendiert dazu, seine Bildideen in Serien zu entwickeln. Seine „Marines“-Serie ist locker an die Natur angelehnt. Oft beginnend mit roter, gelber oder rosa Untermalung, fügt Loïc Raguénès Temperaschichten hinzu, um vibrierende monochromatische Farbfelder zu erzeugen. Saubere Reihen von Wellenlinien fließen über die Leinwand und bilden eine Art Schleier über der Abstraktion darunter. Gleichzeitig figurativ und ungegenständlich wecken sie unweigerlich Assoziationen zu Wasser und Meer. Der Ozean ist ein Element in ständiger Bewegung, sowohl in der Realität als auch in unserem kollektiven Gedächtnis. Wasser fungiert bei Raguénès nicht als Metapher für Bedeutung, sondern als Quelle der Erleuchtung und Reflexion. Ein neues Merkmal dieser jüngsten vom Meer inspirierte Gemälde sind ihre abgerundeten Ränder; sie erinnern an die Fenster eines Zuges oder an die abgerundeten Rahmen alter Zelluloidfilme, die den Realitätsausschnitt in ganz spezifischer, ein wenig altertümlich scheinender Weise fassen. Im Zentrum der hoch konzentrierten Arbeiten von Raguénès steht die Erforschung der elementaren Mittel der Malerei: Farbe und Form. • Sehr gesuchte Arbeit des Künstlers, der jenseits aller Moden seinen Weg geht und zunehmend internationale Anerkennung findet. • Seit Ende Juli nimmt Raguénès an einer Gruppenausstellung bei David Zwirner in London teil (virtuell), gefolgt von einer Einzelausstellung bei Patrick De Brock in Knokke • Hat u.a. an folgenden Gruppenausstellungen teilgenommen: Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg; Le Consortium, Dijon; de Appel, Amsterdam; Villa Arson, Nizza und ist in folgenden Sammlungen vertreten: Fonds national d’art contemporain, Paris; FRAC ÎIle-de-France, Paris; FRAC Champagne-Ardenne, Reims; and FRAC Bourgogne, Dijon • Für 2021 ist eine Gruppenausstellung bei David Zwirner in Hong Kong geplant „{Raguénès} has entered a stage of excellence which few of his contemporaries will ever achieve… His paintings are imbued with a form and a structure that will be spoken about in the same breath as some of the greatest historical painters. » - Eric Troncy, Numéro Eingeliefert von CLEARING, Brussels Mit Dank an Loïc Raguénès Photo Eden Krsmanovic Courtesy Loïc Raguénès und CLEARING New-York, Brussels

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William Kentridge
Untitled (Calligraphic Birds II), 2015

je 26 x 37 cm
Tuschpinsel auf elf doppelten Buchseiten
Unikat
Signiert auf der Vorderseite
LOS 29 - LIVE AUKTION
€ 196,000 (incl. MwSt)

WILLIAM KENTRIDGE *1955 in Johannesburg/Südafrika lebt und arbeitet ebenda William Kentridge spendet seinen Anteil am Versteigerungserlös an seine Kunststiftung THE CENTRE FOR THE LESS GOOD IDEA William Kentridge spendet seinen Anteil am Versteigerungserlös an seine Kunststiftung THE CENTRE FOR THE LESS GOOD IDEA: https://lessgoodidea.com/ Als Sohn des Rechtsanwalts Sidney Kentridge, der Nelson Mandela, Desmond Tutu und die Familie des Bürgerrechtlers Steve Biko vertrat, wurde der Künstler bereits früh mit der politischen Gewalt und dem Unrecht im Apartheidstaat konfrontiert. Als Künstler greift er diese Themen auf, ohne sie plakativ darzustellen. Besonders in seinen Animationsfilmen und raumfüllenden Videoinstallationen, mit denen er bereits 1997 auf der Documenta 10 beim internationalen Publikum einen tiefen Eindruck hinterließ, spürt er den Traumata seines Landes nach. Auch „Untitled (Calligraphic Birds II)“ wirkt wie eine Animationssequenz. Hier trifft die Zeichnung auf das Medium des Buches, die spontane Geste auf das Festgeschriebene: eine Metapher für die Grenzen sprengende Macht der Kunst. • Wie in einem Daumenkino schwebt die Friedenstaube über die Buchseiten • Bedeutendster südafrikanischer Künstler, auch Theater- und Opernregisseur • Mit seiner Installation „Refusal of Time“ Publikumsmagnet auf der Documenta 13 (2012) • Vertreten in öffentlichen Sammlungen weltweit, u.a.: MoMA, New York; Museum of Contemporary Art, Chicago; Tate Modern, London • Erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Kaiserring, Goslar (2003), und der Kyoto-Preis (2010) • Viele Einzelausstellungen in internationalen Institutionen, vom 23.10.20 bis zum 18.4.21 auch in den Hamburger Deichtorhallen „Ich interessiere mich für eine politische Kunst, das heißt eine Kunst der Mehrdeutigkeit, des Widerspruchs, der unvollendeten Gesten und des ungewissen Ausgangs.“ (William Kentridge, 1992) Eingeliefert von William Kentridge Mit Dank an Goodman Gallery, Südafrika Photo Anthea Pokroy © Anthea Pokroy

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Arthur Jafa
Sid/Melancholia/Mother, 2019

203 x 166 cm
Epson Kunstdruck auf Diasec-Acryl auf Aluminiumplatte
Edition 2/5 + 2 AP
Zertifikat mit Signatur
LOS 30 - LIVE AUKTION
€ 53,900 (incl. MwSt)

ARTHUR JAFA *1960 in Tupelo, Mississippi/USA lebt und arbeitet in Los Angeles/USA Im Mai 2019 wurde Arthur Jafa für sein kompromissloses und radikales Œuvre auf der Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Über drei Jahrzehnte hinweg hat Jafa Filme, Objekte und Happenings entwickelt, die sich auf die universellen und spezifischen Artikulationen des schwarzen Seins beziehen und diese in Frage stellen. Vor dem Hintergrund der Black Lives Matter – Bewegung hat sein Werk in den letzten Monaten weiter an Aktualität und Relevanz gewonnen. Der afroamerikanische Künstler und Filmemacher porträtiert eine Welt, die geprägt ist von Auseinandersetzungen um Rasse und Identität. „Schwarz Sein“, sagt Jafa, „bedeutet: Druck, Intensität, Spaß, Horror. All das, was alle Menschen fühlen, aber in einer besonderen, konzentrierten Fassung.“ Seine Montagen aus überwiegend im Internet gefundenem Bildmaterial wie YouTube-Videos oder Nachrichten-Footages sind voller verstörender Widersprüche – eine Vielstimmigkeit, in der jedes Bild ein anderes in seiner Aussage zu relativieren oder umzukehren vermag. So auch in der vorliegenden Fotoarbeit. Rätselhaft und eindringlich, zieht die Arbeit „Sid/Melancholia/Mother" Verbindungen zwischen der geflügelten weiblichen Figur auf Albrecht Dürers Kupferstich ""Melancholia I"" von 1514, der Mutter des Frontmanns der Sex Pistols, Sid Vicious, nach dessen tödlicher Überdosis und der Mutter von Haywood Patterson, einem der neun Scottsboro Boys - afroamerikanische Teenager, die fälschlicherweise in Alabama beschuldigt wurden, 1931 in einem Zug zwei weiße Frauen vergewaltigt zu haben. Gemeinsam mit ihrem Sohn erwartet sie dessen Prozess. • Gesuchte Arbeit des Künstlers, die in einem Image alle Aspekte seiner Werke bündelt • 2019 Goldener Löwe für den besten Teilnehmer der 58. Biennale von Venedig • Gefeiert auf den Filmfestivals von Los Angeles, New York und Black Star • Vertreten in berühmten Sammlungen darunter Metropolitan Museum of Art, New York; Tate London; San Francisco Museum of Modern Art; Dallas Museum of Art; Museum of Contemporary Art, Chicago; Stedelijk Museum Amsterdam; Museum of Contemporary Art, Los Angeles; Sammlung Brandhorst, München • Einzelausstellungen 2020: Fundação de Serralves, Porto, Portugal; Musée d'art contemporain de Montréal, Montreal; Louisiana Museum of Modern Art, Humblebæk, Dänemark Eingeliefert von Arthur Jafa Mit Dank an Gavin Brown’s enterprise, New York

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David Goldblatt
Couple at The Wilds, Johannesburg, 1975

46,5 x 46,5 cm
Silbergelatine Druck auf faserbasiertem Papier
Edition 1/10
Signiert auf der Rückseite
LOS 31 - LIVE AUKTION
€ 24,500 (incl. MwSt)

DAVID GOLDBLATT *1930 in Randfontein/Südafrika †2018 in Johannesburg/Südafrika David Goldblatt spendet seinen Anteil an das WIXUTTA KNOWLEDGE CENTER in Mozambique David Goldblatt gilt als einer der wichtigsten Künstler Südafrikas und gehört zu den bekanntesten Fotografen seiner Generation. Durch seine Linse hat der Enkel litauisch-jüdischer Immigranten die Menschen und Landschaften Südafrikas festgehalten und sich zeitlebens für die Überwindung der Apartheid eingesetzt. Von 1948 - über den Aufstieg des afrikanischen Nationalismus, das Apartheidregime und die demokratische Ära - bis zu seinem Tod, dokumentierte er den Alltag seiner Heimat und zeichnete ein differenziertes Bild der rassistischen Gesellschaft. Nachdem er mehrere Jahre lang an Porträts der Einwohner von Soweto und Johannesburg arbeitet, widmet er sich 1975 der „Particulars“-Serie, die besondere Fragmente von Körpern in öffentlichen und privaten Räumen zeigt. Die aussagekräftige Fotoserie veranschaulicht, wie kleine Details eines Körpers, Kleidung, Haare oder Haut einen Betrachter dazu verleiten können, Urteile über gesellschaftlichen Status und Hautfarbe zu fällen. • Das in limitierter Auflage erschienene Buch "Particulars"" gewann 2004 den Preis für das beste Fotobuch beim Festival Rencontres d'Arles • Gründer der viel beachteten Fotografie-Lehrstätte Market Photography Workshop • große Retrospektive „51 Years“, organisiert durch Okwui Enwezor und Museu d’Art Contemporani de Barcelona (MACBA) • Weitere international beachtete Solo- und Gruppenausstellungen u.a. im Palais des Beaux-Arts, Brüssel; Lenbachhaus, München; Marian Goodman Gallery, Paris; Centre Pompidou, Paris; MoMa, New York; Tate Modern, London; Museum Folkwang, Essen; Moderne Museet, Stockholm; Dokumenta 12, Kassel • Vertreten in internationalen öffentlichen Sammlungen, u.a. museum kunst palast, Düsseldorf; Johannesburg Art Gallery; South African National Gallery, Kapstadt; Victoria and Albert Museum, London; MoMa, New York; San Francisco Museum of Modern Art „Ich versuche eigentlich immer Situationen oder Momente einzufangen, die die Komplexität dessen ausdrücken, was ich sehe. Ich fälle keine schnellen Urteile in Schnappschüssen.“ (David Goldblatt) Eingeliefert von The David Goldblatt Legacy Trust, Johannesburg Mit Dank an Goodman Gallery, Südafrika Photo David Goldblatt © David Goldblatt Legacy Trust, Courtesy David Goldblatt und Goodman Gallery

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Thomas Struth
Hermitage 2, St. Petersburg, 2005

114 x 144,8 cm
Chromogener Abzug
Edition 1/10
Signiert auf der Rückseite
LOS 32 - LIVE AUKTION
€ 78,900 (incl. MwSt)

THOMAS STRUTH *1954 in Geldern lebt und arbeitet in Berlin Thomas Struth gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Ende der 1980er Jahre begann Struth mit seiner berühmtesten Werkreihe, den „Museum Photographs“. In dieser über viele Jahre entstandenen Serie großformatiger Farbaufnahmen sind Menschenmengen und auch einzelne Personen festgehalten, die in den bekanntesten Museen der Welt herausragende Werke der westlichen Kunst betrachten. Die Betrachter*innen dieser Fotografien werden mit dem Akt des Betrachtens selbst konfrontiert. Die „Hermitage“-Serie zeigt Menschen in Nahaufnahmen vor der berühmten Benois-Madonna von Leonardo da Vinci in der Sankt Petersburger Eremitage. Um die Fotos aufzunehmen, stationierte Struth seine Kamera neben dem jeweils vom Publikum betrachteten Werk, mit Blick in die Menge. • Sehr gesuchtes, noch nie versteigertes Werk aus der bekanntesten Serie des Künstlers • Struth gilt neben Thomas Ruff und Andreas Gursky als Hauptvertreter der Düsseldorfer Photoschule • Einzelausstellungen der letzten Jahre in folgenden Museen: Haus der Kunst, München; Martin-Gropius-Bau, Berlin; Guggenheim Bilbao; The Metropolitan Museum of Art, New York „Museumsbesucher […] aus allen Rassen [sic!] und Kulturen bilden das gemeinsame Publikum, das, so scheint es, einer gemeinsamen Tätigkeit nachgeht. Aber es benimmt sich dabei so, dass nicht ganz eindeutig ist, worin diese gemeinsame Tätigkeit besteht. Alle betrachten sie Bilder, aber auf so unterschiedliche Weise und in so verschiedener Intensität, dass man daran zu zweifeln beginnt, dass alle noch das Gleiche tun.“ (Hans Belting, 2005) Eingeliefert von Thomas Struth Mit Dank an Galerie Rüdiger Schöttle, München © Thomas Struth 2020

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Stefan Brüggemann
Untitled Action (Lockdown), 2020

50 x 40 cm
Goldpapier, Papier, Metallklammern und Vinyltext auf Holz
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 33 - LIVE AUKTION
€ 29,000 (incl. MwSt)

STEFAN BRÜGGEMANN *1975 in Mexiko-Stadt/Mexiko lebt und arbeitet ebenda und in London/Großbritannie Die vorliegende Arbeit gehört zu einer Serie von Blattgoldarbeiten, die dieses Jahr während des Lockdowns entstanden sind. Basierend auf dem Aufbau seiner bisherigen Textarbeiten bedienen sich seine kurzen Texte nun einiger Redensarten, denen wir in der heutigen Gesellschaft oft begegnen. Als Kurzform zeitgenössischer Gedichte bietet Brüggemanns neue Serie eine kompromisslose Perspektive auf die Moderne und auf das digitale Zeitalter. Viele der von dem Künstler selbst komponierten Texte sind kryptische Ausschnitte unseres digitalen Lebens, das sich seit der weltweiten Verhängung von Ausgangssperren aufgrund der Pandemie weiter intensiviert hat. Worte wie ALLOW, DISTRACTION, IMMERSIVE, ACTION oder PRESSURE bleiben für sich – sie entziehen sich der Einordnung in eine zusammenhängende Botschaft. Die Philosophie und Bedeutung von Sprache sind ein wesentlicher Bestandteil der künstlerischen Praxis Brüggemanns. Der ständige Prozess des Verfassens, Neuverfassens, Ver- und Ausbesserns seiner Texte deutet auf einen andauernden Diskurs mit dessen Form und Inhalt hin. Das Gold, das Brüggemann verwendet, beabsichtigt die Unruhen des Augenblicks aufzulösen; die reflektierenden, vielseitigen Oberflächenstrukturen der Werke laden so zu einer intensiven Auseinandersetzung ein. Durch die Verwendung von Blattgold zeigt Brüggemann die verschiedenen Bedeutungen des Materials Gold auf – von seinem ökonomischen Wert bis hin zu seiner spirituellen Aussage. Die Ungewissheit, die mit der aktuellen Situation einhergeht, erlaubt es uns, den wahren ökonomischen sowie soziologischen Wert des Materials Gold infrage zu stellen. • Einzelausstellungen in den letzten Jahren u. a. beim Centre Georges Pompidou, Paris (2019); Centro de las Artes Monterrey (2019); Hauser & Wirth, London (2019); Centro Galego de Arte Contemporánea (2019); Centro Galego de Arte Contemporánea, „To Be Political It Has To Look Nice", Santiago de Compostela (2019); Hauser & Wirth St. Moritz, „UNTITLED ACTION (GOLD PAINTINGS)" (2020); HOP Projects, Folkestone (2020) Eingeliefert von Stefan Brüggemann Mit Dank an Hauser & Wirth Photo Damian Griffiths © Stefan Brüggemann, Courtesy Hauser & Wirth

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Henrik Eiben
The Keeper, 2020

227 x 175 x 20 cm
Acrylglas, Holz, Stoff
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 34 - LIVE AUKTION
€ 27,800 (incl. MwSt)

HENRIK EIBEN *1975 Tokio/Japan lebt und arbeitet in Hamburg Henrik Eiben spielt in seinen Werken mit Vorbildern aus der Minimal Art, bricht deren Perfektionismus jedoch durch eine unbeschwerte, humorvolle Note. Die bunten Quader aus Acrylglas seiner Arbeit „The Keeper“ tanzen aus der Reihe. Im Gegensatz zu den präzisen linearen Anordnungen von Carl Andre oder Donald Judd herrscht hier Anarchie. Materialvielfalt innerhalb seiner Werke spielt eine große Rolle: Acrylglas, Holz und Stoff werden in strahlenden Farben mit beispielloser Sicherheit kombiniert. Der Umraum des Werks wird beim Entstehungsprozess mitgedacht: Das bunte Acrylglas wirft gelbe, orange und blaue Schatten an die Wand und macht den umgebenden Raum zum kongenialen Mitspieler des Kunstwerks. • Aktuelle Ausstellungen: Galerie Lange + Pult, Zürich; Skulpturenausstellung „Garten der Gegenwart“, Hamburg • Sammlungen, in denen der Künstler mit Werken vertreten ist: Galerie der Gegenwart, Hamburg; Sammlung Ritter, Waldenbuch; Sammlung Weishaupt, Ulm; Sammlung Reinking, Hamburg; Paul Ege Art Collection, Freiburg i. Br. „Ich bin kein Anhänger dogmatischer Perfektion, im Gegenteil: Die Konfrontation mit dem Unperfekten und Humanen ist der Trigger, der meine Arbeit ausmacht.“ (Henrik Eiben) Eingeliefert von Henrik Eiben Mit Dank an Galerie Nikolaus Ruzicska, Salzburg/Österreich Photo Ulrich Ghezzi

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Andreas Schulze
Ohne Titel (Sizilianischer Strand), 2015

100 x 120 cm
Acryl auf Nessel
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 35 - LIVE AUKTION
€ 25,500 (incl. MwSt)

ANDREAS SCHULZE *1955 in Hannover lebt und arbeitet in Köln Andreas Schulze, so ein Urteil der Schirn Kunsthalle, zählt zu den interessantesten deutschen Malern seiner Generation. Mit seinen unverwechselbaren Rauminstallationen und großformatigen, farbintensiven Gemälden schafft er künstliche und mit scheinbar banalen Alltagsgegenständen angefüllte Welten: Tische, Stühle, Ohrensessel, Topfpflanzen, Porzellan, bunte Decken, Fachwerkhausgebälk, Knöpfe und Erbsen ‒ das sind neben amorphen und spiralförmigen Gebilden die Protagonisten in seinen menschenleeren, unwirklich erscheinenden Bildern. Hier sind sein Thema Wolken über einem sizilianischen Strand, extrem artifiziell, grafisch ausformuliert und von einer expliziten, leuchtenden Farbigkeit. • Sehr typische Arbeit, die bis Mitte August 2020 in der Ausstellung „Wolken in der zeitgenössischen Kunst“ im Oldenburger Kunstverein gezeigt wurde • Andreas Schulze ist Professor für Malerei an der Staatlichen Kunstakademie, Düsseldorf, und gehört zu den großen Individualisten in der deutschen Malerei • Der Künstler hatte in den letzten Jahren Einzelausstellungen u.a. in: Kunsthalle Bielefeld; Villa Merkel, Esslingen; Kunstmuseum St. Gallen; Kunstmuseum Bonn; Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main • Seine Werke befinden sich u.a. in folgenden Sammlungen: Deichtorhallen, Hamburg; Kunstmuseum St. Gallen; Museum Ludwig, Köln; Leopold-Hösch-Museum Düren; Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt am Main Eingeliefert von Andreas Schulze Courtesy Sprüth Magers Photo Jochen Arentzen © Andreas Schulze / VG Bild-Kunst, Bonn, 2015, Courtesy Sprüth Magers

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Brigitte Kowanz
Matter of Reflection, 2019

70 x 70 x 70 cm
Neon, Spiegel
Edition 1/3
Zertifikat mit Signatur
LOS 36 - LIVE AUKTION
€ 58,000 (incl. MwSt)

BRIGITTE KOWANZ *1957 in Wien/Österreich lebt und arbeitet ebenda „In mehr als 30 Jahren kontinuierlicher Arbeit hat Brigitte Kowanz ein eigenständiges künstlerisches Vokabular des Lichts geschaffen“, schreibt Peter Weibel im Katalog zum österreichischen Pavillon auf der Venedig-Biennale 2017, den Brigitte Kowanz gestaltet hat. „Vokabular ist buchstäblich zu verstehen, denn Brigitte Kowanz setzt Licht als Sprache, als Code ein. Sie arbeitet mit reinem Licht als selbstständigem Medium wie früher die Maler mit reiner Farbe. Sie verwendet Licht um des Lichtes willen. Ein entscheidender Aspekt ihrer Kunst ist der Gebrauch von Sprache, der aus der Erfahrung urbaner Räume und der Begriffsschrift der Konzeptkunst stammt.“ Die Neonschriftzüge folgen der Handschrift der Künstlerin. • „Matter of Reflection“ war 2020 Teil der Kowanz-Retrospektive im Museum Haus Konstruktiv, Zürich • Kowanz gehört zu den international bekanntesten österreichischen Künstler*innen ihrer Generation und zu den bedeutendsten Lichtkünstler*innen unserer Zeit • Seit 1997 Professorin für Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien • 2017 Gestaltung des österreichischen Pavillons auf der Biennale in Venedig • Die Künstlerin ist in zahlreichen internationalen Sammlungen vertreten, u.a.: Albertina, Wien; Borusan Comtemporary, Istanbul; Museion, Bozen; Museum Haus Konstruktiv, Zürich; ZKM ‒ Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe „Licht ist die Voraussetzung für Sehen und Erkennen, das Licht selbst können wir aber nur in Verbindung mit Material wahrnehmen. Licht ist energetisch und dynamisch, ist ein Informationsträger. Licht kann sein und nicht sein. Dieses Ein und Aus eröffnet die Möglichkeit, mit Licht zu informieren. Licht ist expansiv und flüchtig, es bleibt nie bei sich – Licht ist eine Lebensmetapher.“ (Brigitte Kowanz, 2017) Eingeliefert von Brigitte Kowanz Mit Dank an Galerie max goelitz, München Photo Stefan Altenburger © Brigitte Kowanz, Bildrecht Wien 2020

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Alex Katz
Grass 3, 2016

16,5 x 40,6 cm
Öl auf Holzplatte
Unikat
Signiert auf der Vorderseite
LOS 37 - LIVE AUKTION
€ 58,900 (incl. MwSt)

ALEX KATZ *1927 in New York/USA lebt und arbeitet ebenda PIN. dankt den American Patrons of the Pinakothek für die Unterstützung bei der Abwicklung der Einlieferung Gras, Bäume, Wege: um diese essenziellen Motive kreisen die jüngsten Landschaftsbilder von Alex Katz. Er malt sie in seinem Atelier in Maine, manchmal auch in der freien Natur, und immer geht es ihm darum, den ersten, noch unbewussten Augenblick der Wahrnehmung einzufangen. Die reine Abbildung spielt kaum noch eine Rolle. „Immersive“ nennt der Künstler diese Werke, Bilder, in die man eintauchen muss, denn mit einem einzigen Blick kann man sie nicht erfassen (zuweilen sind sie über fünf Meter breit). Dabei sind die Bilder der „Grass“-Serie besonders innovativ. Hier verzichtet der Künstler vollkommen auf einen erkennbaren Gegenstand, auf einen illusionistischen Bildraum: Das Licht und die malerische Geste werden zum eigentlichen Inhalt des Bildes. • Alex Katz ist schon zu Lebzeiten ein Klassiker der amerikanischen Malerei • Landschaftsmalerei spielt für den Künstler seit den 1980er Jahren eine zunehmend wichtige Rolle • Seit den 1950er Jahren über 200 Einzelausstellungen weltweit; 2018/19 eine große Retrospektive, überwiegend aus eigenem Bestand, im Brandhorst Museum, München • International vertreten in über hundert öffentlichen Sammlungen, darunter MoMA, New York; Whitney Museum of American Art, New York; Tate Gallery, London; National Gallery of Edinburgh; Centre Georges Pompidou, Paris; Guggenheim Museum, Bilbao; Museum für zeitgenössische Kunst, Tokio • Zahlreiche Preise und Ehrungen; 2007 Lifetime Achievement Award der Nationalen Akademie (National Academy Museum and School), New York • Das Salomon R. Guggenheim Museum in New York bereitet momentan eine große Retrospektive über den Künstler vor „In meinen Bildern geht es um den ersten Augenblick des Sehens. Es ist alles schnell, und das Licht, das ich suche, ist ein schnelles Licht. Ich möchte die Unmittelbarkeit.“ (Alex Katz im Gespräch mit Sébastien Gokalp, Fondation Louis Vuitton, 24.5.2019) Eingeliefert von Alex Katz Mit Dank an Gavin Brown’s enterprise, New York/Rome © Alex Katz und Courtesy Richard Gray Gallery

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Anne Collier
Woman Crying (Comic) #22, 2020

84 x 104 cm
C-Print
5/5 + 2 AP
Signiert auf der Rückseite
LOS 38 - LIVE AUKTION
€ 24,000 (incl. MwSt)

ANNE COLLIER *1970 in Los Angeles/USA lebt und arbeitet in New York/USA PIN. dankt den American Patrons of the Pinakothek für die Unterstützung bei der Abwicklung der Einlieferung Die Fotografie gehört zu Anne Colliers fortlaufenden Serien „Woman Crying (Comic)“ und „Tear (Comic)“, die jeweils auf Bildmaterial von amerikanischen, zwischen den 1950er und 1980er Jahren veröffentlichten Romance-Comics basieren. In der Pressemitteilung der Galerie Neu zu dieser Serie heißt es: „Die klischeehaften Erzählungen der Hefte, die ausschließlich an eine adoleszente weibliche Leserschaft vermarktet wurden, dienten paradoxerweise dazu, den Begriff eines unterwürfigen und ewig leidenden weiblichen Subjekts zu untermauern. Sich ihrer selbst bewusst, nimmt Collier das Frühwerk von Roy Lichtenstein und die jeweils nachträglichen Revisionen von Lichtensteins Ikonographie durch Richard Hamilton und Sturtevant als Ausgangspunkt: „Woman Crying (Comic)“ und „Tear (Comic)“ bestehen aus stark vergrößerten, isolierten Bildern von mit Tränen gefüllten Frauenaugen und graphischen Darstellungen einzelner Tränen.“ • Zentrales Motiv aus der extrem nachgefragten Serie einer der herausragendsten Fotokünstlerinnen unserer Zeit • Anne Collier hatte in den letzten vier Jahren u.a. Einzelausstellungen in: Sprengel Museum, Hannover; Fotomuseum Winterthur; Museum of Contemporary Art, Chicago; Aspen Art Museum; Art Gallery of Ontario, Toronto • International bedeutende Institutionen mit Arbeiten von Anne Collier in ihren Sammlungen: MoMA, New York; Whitney Museum of American Art, New York; Solomon R. Guggenheim Museum, New York; Museum of Contemporary Art, Los Angeles; Hammer Museum, Los Angeles; San Francisco Museum of Modern Art; Art Institute of Chicago; Walker Art Center, Minneapolis; Art Gallery of Ontario, Toronto; Centre Georges Pompidou, Paris; Fotomuseum Winterthur; Tate, London What makes a compelling, emotive image? „Something that resonates with your own inner experience combined with the outside world. It could be anything.“ (Anne Collier, 2018) Eingeliefert von Anne Collier Mit Dank an Galerie Neu, Berlin © Anne Collier

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Daniel Knorr
Canvas Sculptures, The Rainbow of Sound, 2020

135 x 145 x 20 cm
Pigmentiertes Polyurethan, UV-beständig
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 39 - LIVE AUKTION
€ 39,400 (incl. MwSt)

DANIEL KNORR *1968 in Bukarest/Rumänien lebt und arbeitet in Berlin und Hongkong Daniel Knorr zählt zu den innovativsten Konzeptkünstler*innen seiner Generation. Die ortsspezifischen Installationen des Biennale- und Documenta-Teilnehmers sorgten in der Vergangenheit für viel Aufsehen. So ließ er 2017 anlässlich der Documenta 14 weißen Rauch aus dem Zwehrenturm über Kassel aufsteigen und löste 2005 mit einem leeren Pavillon, mit dem er sein Heimatland Rumänien bei der 51. Venedig-Biennale vertrat, eine politische Debatte aus. Neben den Projekten im öffentlichen Raum hat der heute in Berlin und Hongkong lebende Künstler seit den 1990er Jahren ein vielseitiges Œuvre geschaffen, das neben Fotografie und installativ-skulpturalen Arbeiten auch Performances und partizipatorische Aktionskunst umfasst. • Gesuchtes Exemplar aus der Serie der „Canvas Sculptures“ mit Anklängen an Pop Art, an Miró und Kandinsky • Knorr ist in vielen öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter: Belvedere, 21er Haus, Wien; Kunsthalle Bremen; Kunstmuseum Bonn; Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich; Museum Folkwang, Essen; Museum of Modern Art, Warschau; Vehbi Koç Foundation, Istanbul; Pinakothek der Moderne, München • 2020 weithin beachtete Einzelausstellung in der Kunsthalle Tübingen mit großem Katalog • 2021 widmen ihm das IKOB ‒ Museum für zeitgenössische Kunst, Eupen, und das Pingshan Art Museum, Shenzhen, Einzelausstellungen Eingeliefert von Daniel Knorr Photo Bernd Borschardt © Daniel Knorr

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Olaf Breuning
Double, 2002

122,1 x 155,1 x 2,3 cm
C-Print auf Aluminium, laminiert
Edition 1/2 AP (Ed. 5)
Zertifikat mit Signatur
LOS 40 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 15,000 (incl. MwSt)

OLAF BREUNING *1970 in Schaffhausen/Schweiz lebt und arbeitet in New York/USA und Zürich/Schweiz Ingvild Goetz spendet ihren Anteil am Versteigerungserlös an das Münchner Projekt „Lebensräume – Familien stark machen “ Olaf Breuning produziert seit den späten 1990er Jahren zitatreiche Arbeiten, die auf den imaginären Bildspeicher des Westens und seine Vorstellungswelten zurückgreifen. Bekannt wurde er durch seine Filme, inszenierte Fotografien, bunte infantile Skulpturen mit großen Augen und in lakonischer Weise die Wirklichkeit kommentierende Zeichnungen. Humor ist ein wesentliches Element seiner Werke. • „Double“ ist eine frühe, sehr gesuchte Arbeit des mit 60.000 Followern auf Instagram extrem erfolgreichen Künstlers • Breuning hat seine Werke u.a. gezeigt im migros Museum, Zürich; Whitney Museum of American Art, New York; MoMA, New York; Mori Art Museum, Tokio; Centre Georges Pompidou, Paris; Walker Art Center, Minneapolis; Sammlung Goetz, München • 2020 Einzelausstellung in National Gallery of Victoria, Melbourne “I’m an artist who doesn’t see a difference between mass culture and the art world. Popular culture is the reality we live in. The art world is such a small part of that, a fake reality.” (Olaf Breuning, 2009) Eingeliefert von Ingvild Goetz Mit Dank an Olaf Breuning © Olaf Breuning

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Stephan Reusse
Jeff Koons, St. Claus, 2002

6’er Block, je 75 x 62 cm
Foto, Inkprints
Edition 1/3
Signiert auf der Rückseite
LOS 41 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 25,500 (incl. MwSt)

STEPHAN REUSSE *1954 Pinneberg lebt und arbeitet in Köln Seit Mitte der 1980er Jahre entwickelt Stephan Reusse die Serie „Collaborations“, Arbeiten, die in dialogischer Zusammenarbeit mit den abgebildeten Künstler*innen entstehen. John Baldessari, Jeff Koons, Joseph Beuys, Jimmie Durham, Rosemarie Trockel, Lawrence Weiner, Nancy Spero u.v.a. konzipierten jeweils gemeinsam mit Reusse teils ganz spontan, teils in einem ausgefeilten Konzept die Porträts. Ziel dabei war, das zum Thema zu machen, was die künstlerische Handschrift des jeweils Porträtierten ausmacht. 1990 fotografierte Stephan Reusse Jeff Koons als schlafenden Nikolaus in seiner Wohnung in München. Ein Jahr später trafen sie sich in New York wieder und hatten ein Relikt aus München mit dabei – die Nikolausmütze. Stephan Reusse berichtet von einer sehr schönen und spontanen fotografischen Begegnung mit Koons, in der Letzterer sich selbst authentisch präsentiert und mit Spaß und Offenheit dem Betrachter gegenübertritt. Fast spielerisch positioniert ihn Reusse vor einem „Blue Screen“ – dem unifarbenen Hintergrund für Filmszenen, die im Nachhinein durch einen anderen Hintergrund ausgetauscht werden können; nur bleibt hier der Hintergrund unberührt, und Jeff Koons wird wie ein Komödiant und Schauspieler ganz bewusst in Szene gesetzt. • Ausstellungen u.a.: Louisiana Art Museum, Humlebæk; Folkwang Museum, Essen; Name June Paik Art Museum, Korea; Kunstmuseum, Celle; Museum Maison Européene de la Photographie, Paris; Glaspalast, Augsburg; 21st Century Museum of Contemporary Art, Kanazawa, Japan; Modern & Contemporary Art Museum, Denver; Museum für Internationale Lichtkunst, Unna; Galerie Carol Johnsson, München; Galerie Lukas Feichtner, Wien; Galerie Philipp Konzett, Wien; Museum Fridericianum, Kassel; Artmasters, St. Moritz; Haus der Kunst, München • Sammlungen u.a.: Mumok Wien; Pinakothek der Moderne, München; Maison Europeénne de la Photographie, Paris; Collection M, Shanghai; Museum African American Art, Los Angeles; Belvedere Museum Wien; Lichtkunstmuseum Unna; Kunstmuseum Celle Eingeliefert von Stephan Reusse Mit Dank an Galerie Carol Johnssen, München Photo Stephan Reusse © Stephan Reusse

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Alex Katz
Black Dress 4 (Sharon), 2018

59 x 18 x 8 cm
Cut-out. Metall, beidseitig bedruckt, auf Metallplinthe
Signiert auf der Plinthe und Standfläche
LOS 42 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 17,400 (incl. MwSt)

ALEX KATZ *1927 in New York/USA lebt und arbeitet ebenda Die 2018 vom Studio Katz herausgegebenen "Black Dress Cut-outs"" sind die Weiterentwicklung eines für Katz rekurrenten Motivs, dem ""Little Black Dress"". 1960 porträtiert er in dem Gemälde "The Black Dress" (im Besitz des Museums Brandhorst, München) erstmals seine Frau Ada in sechs verschiedenen Posen in einem schwarzen Kleid. Seitdem hat er das Motiv immer wieder - und in unterschiedlichen Medien – aufgegriffen. Cut-out-Skulpturen aus Holz oder Metall sind wichtige Elemente im Werk von Katz, die seinen typisch amerikanischen, hyperrealistischen Stil perfekt ins dreidimensionale Medium transportieren. Die hier offerierte ""Black Dress Cut-out""-Edition ist ein Höhepunkt seines Editionswerkes. • Alex Katz ist schon zu Lebzeiten ein Klassiker der amerikanischen Malerei • Seit den 1950er Jahren über 200 Einzelausstellungen weltweit; 2018/19 eine große Retrospektive überwiegend aus eigenem Bestand im Brandhorst Museum, München • Das Guggenheim Museum New York bereitet momentan eine große Retrospektive über den Künstler vor Eingeliefert von Privatsammlung, Niedersachsen

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Katharina Gaenssler
MoMA_03/06, 2016

200 x 150 cm
Pigmentdruck auf Hahnemühle Photorag Ultrasmooth 305g
Edition 1/3 + 1 AP
Signiert auf der Rückseite
LOS 43 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 15,700 (incl. MwSt)

KATHARINA GAENSSLER *1974 in München lebt und arbeitet ebenda 2015 beauftragte das Museum of Modern Art in New York Katharina Gaenssler mit der Schaffung eines Wandbildes auf einer Plattform der „Bauhaustreppe“ des Museums, die von Walter Gropius’ berühmtem Treppenhaus im Bauhausgebäude in Dessau inspiriert ist. Gaenssler fotografierte die originale Treppe im Bauhaus Dessau sowie zwei Werke, die sich auf sie beziehen, beide in der Sammlung des MoMA: Die „Bauhaustreppe“ (1932) von Oskar Schlemmer und die „Bauhaustreppe“ (1988) von Roy Lichtenstein. Das vorliegende Werk gibt einen Ausschnitt des aus Tausenden von Einzelaufnahmen zusammengesetzten Wandbildes wieder. • Typische Arbeit für die eigenständig von der Künstlerin Katharina Gaenssler entwickelte Technik der Fotomontage • Katharina Gaenssler ist seit 2017 Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste • Gaensslers Werke sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, u.a.: MoMA, New York; Museum of Contemporary Photography, Chicago; Folkwang Museum, Essen; Sprengel Museum Hannover; Pinakothek der Moderne, München • Für Ende 2020 ist eine Einzelausstellung im Goethe-Institut in Paris geplant Eingeliefert von Katharina Gaenssler Mit Dank an Barbara Gross Galerie, München © Katharina Gaenssler, Courtesy Barbara Gross Galerie

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Ed Ruscha
Geary, Wilshire, 2001

10,2 x 140 cm (Bild) 20,3 x 24,4 cm (Blatt)
Radierung
Edition 1/45
Signiert auf der Vorderseite
LOS 44 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 3,500 (incl. MwSt)

ED RUSCHA *1937 in Omaha, Nebraska/USA lebt und arbeitet in Los Angeles/USA Thematisch vereint diese Arbeit viele Elemente von Ed Ruschas künstlerischem Kosmos. Wilshire Boulevard ist eine der Hauptverkehrsadern von Los Angeles, die von Osten nach Westen Downtown L.A. mit Santa Monica am Meer verbindet. Geary Boulevard verläuft ebenfalls entlang dieser Himmelsrichtung und verbindet Downtown San Francisco mit der pazifischen Küste. Ed Ruscha gehört zu den bekanntesten Künstlern unserer Zeit und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Konzeptkunst und als Meister der Druckgrafik. • Seinem Werk wurden zahlreiche internationale Ausstellungen gewidmet, u. a. in: Whitney Museum of American Art, New York; Museum of Contemporary Art, Los Angeles (2005); Hayward Gallery, London; Haus der Kunst, München; Getty Museum, Los Angeles (2013) • Ruscha ist mit zahlreichen Werken und Künstlerbüchern im Museum Brandhorst und in der Pinakothek der Moderne in München vertreten Eingeliefert von Susanna Hegewisch-Becker Photo Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

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Samson Young
Support Structure #16, 2019

60 x 30 x 18 cm
3D-gedrucktes Nylon
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 45 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 15,100 (incl. MwSt)

SAMSON YOUNG *1979 in Hongkong lebt und arbeitet ebenda Samson Young spendet seinen Anteil am Versteigerungserlös an die Hong Kong Free Press. Samson Young ist ausgebildeter Komponist, Multimedia- und Klangkünstler. Er entwirft Sound-Arbeiten, Installationen, Performances, Videos, Zeichnungen sowie Skulpturen. Über seine „Support Structures“, die als Zufallsprodukte bei 3D-Druckprozessen entstehen, sagt Samson Young: „Diese Stützkonstruktionen folgen ihrer eigenen Logik. Ich habe zwar die Kontrolle über die Skulptur, die der 3D-Drucker letztlich erzeugen soll. Aber ich habe sehr wenig Kontrolle über die Form der Unterstützungsstrukturen, die bei diesem Druckprozess entstehen. Ich finde sie oft schöner als die Form, die geplant ist.“ • Shooting-Star der multimedialen Kunstszene • Hongkong-Pavillon auf der Biennale in Venedig 2017 • Auszeichnungen: Sigg Prize 2020 und Prix Ars Electronica 2019 (Sound Art and Digital Music Category) • Einzelausstellungen 2020/21: Mori Art Museum, Tokio; Monash University Museum of Art, Melbourne; Galerie Gisela Capitain, Köln • Auswahl öffentlicher Sammlungen: Mori Art Museum, Tokyo; University of Chicago, SMART Museum of Art, The University of Chicago; Museum of Contemporary Art, Busan; Talbot Rice Gallery, Edinburgh; Israel Museum, Jerusalem; IFA Collection • Zukünftige Ausstellungsprojekte 2020/2021: Monash University Museum of Art, Melbourne (Einzelausstellung); Mori Art Museum, Tokio (Einzelausstellung); Kochi-Muziris Biennial, Kochi/Indien Eingeliefert von Galerie Gisela Capitain, Köln Mit Dank an Samson Young Photo Simon Vogel © Samson Young, Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln

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Julio Rondo
Sweet Confusion, 2019

180 x 152 x 6 cm
Acryl hinter Glas, Acryl auf Holz
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 46 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 22,000 (incl. MwSt)

JULIO RONDO *1952 in Sotrondio/Spanien lebt und arbeitet in Berlin und Stuttgart „Geht das – hinter Glas und gleichzeitig im Raum zu malen? Geht das, ein Bild zu schaffen und gleichzeitig einen Raum?“, so- fragte der Autor Nikolai Forstbauer von den „Stuttgarter Nachrichten“. Die Antwort lautet: Ja! Der Hinterglasmalerei stets treu geblieben, bewegen sich Julio Rondos Arbeiten zwischen abstrakter Malerei und Objekthaftigkeit. Weiche, knallige, geometrische Farbfelder, die durch den kräftigen Pinselduktus aus der Starre ihrer Form gelöst sind, entwickeln im Bild eine dreidimensionale Lebendigkeit. Der willkürlich anmutende Farbauftrag ist Ergebnis einer dem bildschaffenden Prozess vorangegangenen Planung von Technik, Mitteln und Komposition, und entspricht also nicht einem expressiven, spontanen Akt der Malerei. Die Farbwahl transportiert dabei die von der grellen Popkultur geprägten vergangenen Jahrzehnte ins Heute und macht sie zum festen Bestandteil unserer Zeit. • Julio Rondo ist bekannt für seine geometrisch strukturierten Gemälde hinter Glas • Studium in Stuttgart bei K. R. H. Sonderburg, einem der Protagonisten der freien, expressiven, abstrakten Malerei ‒ dem Informel • Seit 1984 ist Rondo als Professor an der Merz Akademie Stuttgart tätig • Die Arbeiten des Künstlers waren bereits in zahlreichen Ausstellungen in Europa und den USA zu sehen Eingeliefert von Julio Rondo Mit Dank an Galerie Andreas Binder, München © Julio Rondo und Galerie Andreas Binder

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René Acht
LÄSION III, 1981

80 x 80 cm
Dispersion auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 47 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 12,800 (incl. MwSt)

RENÉ ACHT *1920 in Basel/Schweiz †1998 in Herbolzheim bei Freiburg i. Br. Das Gesamtwerk des Schweizer Künstlers René Acht ist von der Fokussierung auf das Thema Mensch mit all seinen inneren Befindlichkeiten durchdrungen. Bereits in den 1950er Jahren beginnt er mittels eines symbolkonnotierten Formenvokabulars seine reduzierte, dialektische Bildsprache von fast mahnender Zeichenhaftigkeit im Spannungsverhältnis von westlichem und östlichem Denken zu entwickeln, die in der von ihm geprägten Begrifflichkeit LYRISCH-KONKRET ihre Entsprechung findet. Auf die sehr erfolgreiche malerische Periode im Informel folgen die Findung der Bildmetapher- Figur: HAUS als einer Art Phänomenologie der menschlichen Psyche wie auch der Werkkomplex der sogenannten „Zustände“ bzw. psychisch-physischen „Läsionen“. • Einer der bedeutendsten Schweizer Maler des 20. Jahrhunderts • Zahlreiche Auslands- und Arbeitsaufenthalte innerhalb Europas, Studienreisen u.a. nach Japan, China, Afrika • Sein Werk wurde auf über 100 Einzelausstellungen weltweit gezeigt • Teilnahme an der Documenta 2 und der 5. Biennale in São Paolo • Vertreten in vielen bedeutenden internationalen Sammlungen: u.a. Kunstmuseum Basel; Kunsthaus Zürich; Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien; Cincinnati Art Museum; Carnegie Museum of Art, Pittsburgh; Musée d‘Art, Nantes; Sammlung Alix de Rothschild, Paris; Sammlung Ströher, Darmstadt; Staatsgalerie, Stuttgart; Sammlung Arp-Hagenbach, Meudon; Museum Peggy Guggenheim, New York; Museum of Modern Art, New York • 2021-23 ist ein Ausstellungsprojekt mit einer Buchpublikation in Kooperation mit dem Wilhelm Hack Museum, Ludwigshafen, dem Kunstmuseum Singen, dem Aargauer Kunsthaus, Schweiz, und dem Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt, geplant Eingeliefert von Bärbel Acht Photo Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © VG Bild-Kunst

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Günther Uecker
Ohne Titel (Wind), 1999

99,2 x 76,5 cm (Blattgröße)
Prägedruck auf Bütten, Gedruckt und herausgegeben von der Erker-Presse, St. Gallen (mit dem Trockenstempel)
Edition 72/100
Signiert auf der Vorderseite
LOS 48 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 13,900 (incl. MwSt)

GÜNTHER UECKER *1930 in Wendorf lebt und arbeitet in Düsseldorf Der Nagel als anonymes, industrielles Produkt wird in Ueckers Œuvre zum Träger intensiven geistigen Ausdrucks. Traditionell ist der Nagel mit Assoziationen wie Festhalten und Fixieren verhaftet, doch setzt Uecker dieses Material dazu ein, Bewegung zu demonstrieren und zu artikulieren. • Schöner, großformatiger Prägedruck, der die hochdynamische Bewegungsstruktur der berühmten Nagelfelder in das graphische Medium überträgt • Charakteristische, minimalistische Schöpfung des bedeutenden Protagonisten der Zero-Kunst „Wenn Sie meine Arbeiten sehen, werden Sie bemerken, dass diese durch das Licht ihre Wirklichkeit erhalten." (Günther Uecker 1961) Eingeliefert von Georg Haub, Potsdam

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Josef Strau
Mockery, 2018

45,7 x 35,6 cm
Weißblech, Weißdraht, Acryl auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 49 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 14,800 (incl. MwSt)

JOSEF STRAU *1957 in Wien/Österreich lebt und arbeitet in Berlin und New York/ USA PIN. dankt den American Patrons of the Pinakothek für die Unterstützung bei der Abwicklung der Einlieferung Straus gehämmertes Weißblech, das von einer Reise nach Mexiko und Straus Interesse an der byzantinischen Ikonographie inspiriert wurden, sind aus Zinn und Lötdraht gefertigt. Gezielte Ritzungen, Einschnitte und Faltungen schaffen eine lebendig reflektierende, haptische Oberfläche, die an alte Ikonen erinnert. Mit Acrylfarbe werden punktuelle Akzente gesetzt. Amorphe, an Quallen, Amöben und anderes Meeresgetier erinnernde Formen entstehen, schillernd wie unter der Wasseroberfläche. • Weitere institutionelle Einzelausstellung haben das Künstlerhaus Bremen, die Secession Wien, die Renaissance Society, Chicago und die Malmö Konsthall gezeigt • Strau ist u.a. in folgenden Sammlungen vertreten: Centre Georges Pompidou, Paris; Museum of Contemporary Art, Los Angeles; Whitney Museum of American Art, New York; San Francisco MoMA; ZKM Center for Art and Media Karlsruhe • Das San Francisco MoMA hat unlängst vier Arbeiten aus dieser Serie erworben • Der Kunstverein Düsseldorf widmet Strau ab September 2020 die Einzelausstellung „Spirits and Objects“ „Jedes Ding und jeder Gedanke ist Erinnerung. Ist es nicht so?“ (Josef Strau, 2010) Eingeliefert von Greene Naftali, New York Mit Dank an Josef Strau Courtesy Josef Strau und Greene Naftali, New York

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Christiane Feser
Partition 109, 2018

110 x 80 x 2 cm
Archiv lnkjet Pigmentdruck, Foto-Objekt
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 50 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 15,100 (incl. MwSt)

CHRISTIANE FESER *1977 in Würzburg lebt und arbeitet in Frankfurt am Main Christiane Feser studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main unter Heiner Blum und Lewis Baltz. Die Künstlerin benutzt fotografische Techniken für ihre von Hand konstruierten Versuchsanordnungen, in denen sie im Zusammenspiel mit Licht und Schatten neue Wahrnehmungsphänomene schafft. In ihren Arbeiten hinterfragt Feser die traditionelle Herangehensweise der Fotografie. Ihre Serie der „Partitionen“ zeigt Strukturen jeweils unterschiedlicher Module aus Papier, die für die Kamera arrangiert und ausgeleuchtet werden. Die hiervon angefertigten Fotografien werden großformatig ausgedruckt ‒ diese Drucke bilden den Ausgangspunkt für weitere manuelle Interventionen der Künstlerin. • Innovatives Zusammenspiel von Skulptur und Fotografie • Befreit die Fotografie von ihrer abbildenden Funktion und untersucht ihren Materialcharakter • Zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. Kaiserring-Stipendium, Goslar; und Residenzstipendium, Budapest Art Factory • Die Künstlerin ist u.a. in folgenden Sammlungen vertreten: Solomon R. Guggenheim Museum, New York; Brown University, Rhode Island; DZ Bank Kunstsammlung, Frankfurt am Main; Mönchehaus Museum, Goslar; ZKM, Karlsruhe; Minneapolis Institute of Art; Fundation Juan March Madrid • Für 2021 sind Solo-Ausstellungen bei Anita Beckers, Frankfurt am Main; Lintel Gallery, Los Angeles; und bei Gitterman Gallery, New York geplant „Meine Grundidee war zu fragen, was ist eigentlich eine Fotografie, wenn man alles weglässt, was dort an Inhalt abgebildet ist […]. Ich habe das alles reduziert, und für mich festgestellt: das ist Licht, Schatten und Material.“ (Christiane Feser) Eingeliefert von Christiane Feser Mit Dank an Galerie Anita Beckers, Frankfurt am Main Photo Christiane Feser © Christiane Feser / Courtesy Galerie Anita Beckers und Christiane Feser

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Winter/Hoerbelt
Pixelkartoffel, 2019

122 x 97 x 10 cm
3D Spiegelblech und Edelstahl
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 51 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 17,000 (incl. MwSt)

WINTER/HOERBELT Zusammenarbeit seit 1992 Wolfgang Winter, *1960 in Mühlheim a. M. Berthold Hoerbelt, *1958 in Coesfeld leben und arbeiten in Frankfurt a. M. Ausgangspunkt für die Formfindung von „Pixelkartoffel“ war eine gehälftete Kartoffelscheibe. Wie in fast allen Skulpturen von Winter/Hoerbelt steht am Anfang ein Ding oder ein Ereignis aus der Alltagswelt. Seit das Künstlerduo mit seinen aus Plastikkisten zusammengebauten Pavillons für die „Skulptur.Projekte“ in Münster (1997) Aufsehen erregte, haben Winter/Hoerbelt zahlreiche, oft begehbare Skulpturen für den Innen- und Außenraum geschaffen. Über ihre Arbeit sagen sie: „Wir erforschen das Medium Skulptur mit einem Focus auf der Wahrnehmung von Gesellschaft, Situationen und Raum, wobei wir oft eine physische Interaktion von Menschen mit unseren Werken anstreben.“ • 2020/21 realisieren Winter/Hoerbelt eine große, begehbare Skulptur im Regionalpark Rhein Main, Wiesbaden • 2021 sind sie neben Künstlern wie Gilbert & George oder Richard Deacon mit einem großen Projekt zur Folkestone Triennale in England eingeladen „Die Serie der ,Pixelkartoffelnʻ basiert auf einer elementaren Skulptur-bezogenen Fragestellung, die beim gemeinsamen Kochen erneut auftauchte: Warum sieht jede Kartoffel anders aus?“ (Winter/Hoerbelt, 2020) Eingeliefert von Winter/Hoerbelt Photo Galerie Heike Strelow © VG Bild-Kunst

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Cosima von Bonin
PRIVATO, 2010

30 x 110 x 4 cm
Eisen, Farbe
unlimitiert
Zertifikat mit Signatur
LOS 52 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 6,500 (incl. MwSt)

COSIMA VON BONIN *1962 in Mombasa/Kenia lebt und arbeitet in Köln Das persönliche Genre Bonins wurde einmal beschrieben als „Konzept-Pop“, eine Wortschöpfung, die die hochreflexiven und doch humorvoll leichten Verwindungen ihres Werks auf den Punkt bringt. Die Künstlerin liebt Kategorien, Regeln und Verhaltensmuster, schlicht jede Art von Ordnung, die Menschen in der Annahme erzeugen, sie bedeuteten Zivilisation und Kultur. Auch „Privato“ fällt in diese Kategorie. Der von der Künstlerin gestaltete Schriftzug lässt sich überall anbringen und einen Ort als „privat“ markieren – wie „öffentlich“ dieser auch sei. • Umfassende Präsentationen auf der Documenta 12 in Kassel; im MoMA, New York; im MUMOK, Wien; im Kunsthaus Bregenz oder im Museum Ludwig, Köln, haben ihren Ruf als international bedeutende Installationskünstlerin gefestigt • Von Bonin hatte 2020 eine viel beachtete Doppelausstellung mit Claus Richter in der Kunsthalle Nürnberg • Ihre Werke sind vertreten in den Sammlungen des Stedelijk Museum, Amsterdam; des Museum of Contemporary Art, London; des Museum of Modern Art, New York, oder der Sammlung Brandhorst „In mein Testament habe ich reingeschrieben: Egal, wo ihr mich reinlegt, eine Stange Marlboro muss mit. Rote. Just in case.“ (Cosima von Bonin) Eingeliefert von Galerie Neu, Berlin Mit Dank an Cosima von Bonin Photo Stefan Korte © Cosima von Bonin und Galerie Neu, Berlin

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Pakui Hardware
Extrakorporal, 2019

144 x 56 x 53 cm
Glasobjekt, Kunstfell, Textilien, Metallhalter
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 53 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 16,200 (incl. MwSt)

PAKUI HARDWARE gegründet 2014 Neringa Černiauskaitė, *1984 in Klaipeda/ Litauen Ugnius Gelguda, *1977 in Vilnius/Litauen leben und arbeiten in Berlin und Vilnuis/ Litauen Pakui Hardware ist der Name eines Künstlerduos, zu dem sich Ugnius Gelguda und Neringa Černiauskaitė 2014 zusammentaten. Durch die Kombination von natürlichen und synthetischen Materialien, von sterilen und organischen Formen verschmelzen die Künstler Design, Biologie, Mythenwelt und kunsthistorische Referenzen zu hybriden, neugierigen Kreaturen, die autonom in ihrer eigenen Welt existieren. Das vorliegende Werk ist Teil einer größeren Serie mit dem Titel „Extrakorporal“. • Shooting Stars aus Litauen mit großem Erfolg bei Privatsammlern und öffentlichen Institutionen • Einzelausstellungen im Leopold-Hösch-Museum Düren (2020); Museum der bildenden Künste Leipzig (2019); Bielefelder Kunstverein (2018); Mumok Wien (2016) • Vertreten in Internationalen Museumssammlungen, u.a.: Mumok Wien, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien; Museum der bildenden Künste Leipzig; Montpellier Contemporain Eingeliefert von carlier | gebauer, Berlin Mit Dank an Pakui Hardware Courtesy Pakui Hardware und carlier | gebauer, Berlin / Madrid

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Juliette Blightman
Day 272, 2016

74,3 x 54,6 cm
Gouache auf Papier
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 54 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 5,200 (incl. MwSt)

JULIETTE BLIGHTMAN *1980 in Farnham/England lebt und arbeitet in Berlin Im Pressetext zu Juliette Blightmans Einzelausstellung in der Kunsthalle Bern (2016) heißt es: „Blightmans künstlerische Auseinandersetzung fußt auf Beobachtungen und Eindrücken aus ihrem Leben, der Wirklichkeit, die sie alltäglich umgibt. Was sich zusammensetzt, ist ein Kaleidoskop aus Bildern ihrer Familie, der Freunde, Reisen, Feiern, der gemeinsam verbrachten Zeit […]. Seit Jahren entsteht ein Archiv aus Momentaufnahmen, die den Fluss ihrer Tage markieren.“ • Sehr starke, visuell überzeugende Arbeit, die in Blightmans Einzelausstellung in der Kunsthalle Bern gezeigt wurde • Blightman, 2009 Stipendiatin des von PIN. und der Südhausbau unterstützten Münchner Stipendiums „kunstzeitraum“, gehört zu den interessantesten Chronistinnen unserer Zeit • Ihre Arbeiten sind im u.a. vertreten in: Museum Ludwig, Köln; Sammlung Philara, Düsseldorf; Fürstenberg Zeitgenössisch, Donaueschingen, sowie Arts Council, England • Im November 2020 wird Blightman im Kölnischen Kunstverein eine Zwei-Personen-Schau gewidmet sein Eingeliefert von Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin Mit Dank an Juliette Blightman Photo H Trumble © Juliette Blightmann und Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin

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Andi Fischer
ganz überrascht, Ausgang dennoch ungewiss, 2020

183 x 143 cm
Ölstift auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 55 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 11,100 (incl. MwSt)

ANDI FISCHER *1987 in Nürnberg lebt und arbeitet in Berlin In seinen großformatigen Malereien geht Andi Fischer dem Verhältnis zwischen Menschen und Fauna in tradierten Abbildungen der Kunstgeschichte sowie persönlichen Beobachtungen aus seinem Alltag nach. Tiere und Menschen tauchen in seinen Malereien, Zeichnungen und Skulpturen in unterschiedlichen Konstellationen auf und befragen ihre wechselseitigen Abhängigkeiten auf humorvolle Weise. Auf weiß grundierten Leinwänden finden sie durch schnelle Ölkreidestriche ihre Form, werden grob umrissen und in einer für ihn charakteristischen, unbefangenen Direktheit auf den Stoff übertragen. • Die Mehrzahl der Werke sind Rückbezüge auf Albrecht Dürer und konkrete Anlehnungen an die Werke von Peter Paul Rubens • TOY Berlin Masters Award- Preisträger 2018 • Einzelausstellungen bei Sies & Höke, Düsseldorf; ÅPlus, Berlin; Avlskarl Gallery, Kopenhagen • ab 19.9. Gruppenausstellung im Kunstverein Ulm „Ich liebe es, wie rigoros Kinder beim Zeichnen sind ..., wenn sie sagen, sie sind fertig, dann sind sie fertig, und das sieht man an jedem Strich …“ (Andi Fischer) Eingeliefert von Andi Fischer Mit Dank an Avlskarl Gallery, ÅPlus, Sies & Höke, Max und Monique Burger Photo ÅPlus, Berlin © Andi Fischer

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Stano Filko
From the series Map of the World (Woman), 1967

95 x 41 cm
gefundene original Karte, Linoldruck auf Papier
Unikat
Signiert auf der Vorderseite
LOS 56 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 11,600 (incl. MwSt)

STANO FILKO *1937 in Veľká Hradná/Slowakei †2015 in Bratislava/Slowakei In „From the Series Map of the World (Woman)“ vermischt sich Pop-Art-Ästhetik mit konzeptuellen Ansätzen. Biologie und Sexualität waren in den 1960er Jahren wichtige Themen für Filko, der in dieser Zeit eng mit seiner Frau Mária zusammenarbeitete, die ihn sowohl als Texterin und Übersetzerin als auch als Modell unterstützte. Die Darstellung des nackten weiblichen Körpers in Verbindung mit Welt- und Landkarten als Ikonographie der „Mutter Erde" steht in enger Verbindung zu ursprünglichen Konzepten von Weiblichkeit und Fruchtbarkeit. Filko macht diese mit Hilfe der poppigen Grafik zu einem modernen Symbol sexueller Befreiung. · Schlüsselfigur der slowakischen Neo-Avantgarde · 1982 Teilnahme an der Documenta 7 (auf Empfehlung seines Freundes und Unterstützers Joseph Beuys) · Bereits in den 1960er Jahren internationale Ausstellungen in Paris und Köln · In wichtigen Sammlungen vertreten, u.a.: Folkwang Museum, Essen; Solomon R. Guggenheim Museum, New York; Kunstmuseum Liechtenstein; Kunstmuseum Basel; Tate Modern, London; Kröller-Müller Museum, Otterlo; VAC Foundation, Venedig und Moskau; Kontakt Sammlung ‒der ERSTE Stiftung, Wien „Ich würde meine Arbeit als Psycho-Philosophie bezeichnen.“ (Stano Filko) Eingeliefert von Galerie Emanuel Layr, Wien/Rom © Galerie Emanuel Layr, Vienna/Rome

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Keltie Ferris
Copernicus, 2017

102 x 66 x 3 cm
Öl und Pigmentpulver auf Papier
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 57 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 13,900 (incl. MwSt)

KELTIE FERRIS *1977 in Kentucky/USA lebt und arbeitet in Brooklyn, New York/USA In ihrer fortlaufenden Serie von Körperabdrücken benutzt Keltie Ferris ihren eigenen Körper wie einen Pinsel, bedeckt ihn mit natürlichen Ölen und Pigmenten und drückt ihn gegen eine Leinwand, um die Beziehung zwischen der Identität eines Künstlers und seinem Werk zu veranschaulichen. • Energetische, aus der Körperbewegung heraus entstandene Arbeit, die die physische Präsenz und Kraft der Künstlerin mit leuchtenden Farbkontrasten feiert • Keltie Ferris ist Trägerin des Rosenthal Family Foundation Award in Painting (2014) der American Academy of Arts and Letters, New York • Ferris hat ihre Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter in: Saatchi Gallery, London; Contemporary Arts Museum of Houston, Texas; Brooklyn Museum, New York; Indianapolis Museum of Contemporary Art; Speed Museum, Louisville; Kemper Museum, Kansas City; Contemporary Arts Museum of Houston, Texas; The Kitchen, New York „Als Maler ist es das Schönste, wenn die Menschen in deinen Bildern etwas Anderes sehen als das, was du beabsichtigt hast.“ (Keltie Ferris, 2018) Eingeliefert von Klemm’s, Berlin Mit Dank an Keltie Ferris Photo Mark Woods

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Uwe Henneken
Ripening, 2019

47 x 60 cm
Acryl, Pastell auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Vorderseite
LOS 58 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 11,600 (incl. MwSt)

Uwe Hennekens Bilderkosmos ist mystisch und farbenprächtig zugleich. Bekannt ist er für seine surrealistisch anmutenden Landschaften, in denen groteske Abenteurer, Wandersleute, Vagabunden, Clowns oder entrückte Figuren auftauchten, die den Anschein machten, als seien sie über die eigene Situation in Verwirrung geraten zu sein. Henneken beschreibt seine persönliche und künstlerische Reise in Etappen – Reflexionsphasen, Tiefen, Loslassen und schließlich ein Durchbruch. In Hennekens neuen Werken werden einsame Gestalten verbannt, um Platz zu machen für opulente spirituelle Szenerien und transzendente Sphären. Die neuen Arbeiten schimmern von innen heraus und schlagen Antworten auf die Frage vor: Was ist die Rolle eines Künstlers in einer Welt, die seltsamer oder fremder ist, als es ein Gemälde darstellten kann? • Sehr überzeugendes und typisches Beispiel der sehr erfolgreichen jüngsten Werkserie des Künstlers • Aufregende, farbsprühende Farbpalette • Arbeit ist abgebildet in Katalog zur Einzelausstellung der Kunsthalle Gießen • 2020 Einzelausstellungen in Kunsthalle Gießen und bei Gisela Capitain, Köln • Sammlungen, in denen der Künstler vertreten ist: Kemper Art Museum, Saint-Louis; Bayerische Staatsgemäldesammlungen ‒ Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, München; Pinault Collection, Venedig; Boros Collection, Berlin Photo Rudolf Strobl, Wien © Uwe Henneken, Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln

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3 Hamburger Frauen
Moiren, 2020

180 x 140 cm
Aquarell, Acryl und Öl auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 59 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 8,400 (incl. MwSt)

3 HAMBURGER FRAUEN gegründet 2004 Ergül Cengiz, *1975 in Moosburg a. d. Isar Henrieke Ribbe, *1979 in Hannover Kathrin Wolf, *1974 in Ruit Lebensfreude und eine unschlagbare Power prägen die jahrelange Zusammenarbeit des Künstlerinnen-Kollektivs 3 Hamburger Frauen: Ergül Cengiz, Henrieke Ribbe und Kathrin Wolf haben zusammen in Hamburg studiert, leben heute aber mit ihren Familien mittlerweile in unterschiedlichen Städten und sind nach wie vor eng befreundet. Für die Ausstellung „Feelings“ in der Pinakothek der Moderne setzten sie sich in einem großen Wandgemälde mit der Instagram-Generation auseinander. Wer sind wir wirklich, was ist echt, was ist Image? Und: Wer hat die Macht über meine Identität? Das hier angebotene Gemälde „Moiren“ greift die Motivik des Wandgemäldes in der Pinakothek der Moderne auf. Auch hier verwandeln sich die Künstlerinnen in die drei „Moiren“, die Göttinnen der griechischen Antike, die den Schicksalsfaden der Menschheit knüpfen, aber auch trennen. Eine neue Zeit ist angebrochen ‒ und wer, wenn nicht wir, ist aufgerufen, sie zu gestalten? • Seit 2004 gemeinsame Ausstellungen u. a. im Kunsthaus Baselland, Basel; AR/GE Kunst Museum Galerie, Bozen; Kunstverein Kassel; Sammlung Harald Falckenberg, Hamburg-Harburg; Kunstverein Hamburg • Die Künstlerinnen waren vertreten in der Ausstellung „Feelings“ in der Pinakothek der Moderne, München Eingeliefert von 3 Hamburger Frauen Mit Dank an Galerie Françoise Heitsch, München Photo Ergül Cengiz © 3 Hamburger Frauen

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Christian Jankowski
And your bird can sing, 2008

Jeweils 38 x 5,5 x 103 cm
34 CD-Player in Gitarrenform, mit jeweils einzigartigem Gitarrenspiel auf CD (ca. 2 Min.)fest im Gerät installiert, Rückseitig auf Etikett signiert und nummeriert, Mitsamt Gruppenfoto und fotokopierter Einladung, jeweils gerahmt
Edition 20/34 + 1 AP
Signiert auf der Rückseite
LOS 60 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 4,200 (incl. MwSt)

CHRISTIAN JANKOWSKI *1968 in Göttingen lebt und arbeitet in Berlin Fast immer enthalten Jankowskis Arbeiten ein performatives Element, wobei er überwiegend mit Menschen zusammenarbeitet, die nicht dem Kunstbereich zuzurechnen sind. So auch hier: In China suchte Jankowski eine Fabrik auf, in der CD-Player in Form von bunten Plastik-E-Gitarren für den westlichen Markt hergestellt werden. Er, der ehemalige Rockgitarrist, lud die Arbeiter*innen zu einem Gitarren-Wettbewerb auf seiner eigenen, realen E-Gitarre ein. Die Spielversuche wurden reihum aufgezeichnet, als CD reproduziert und unlösbar in je einen CD-Player der persönlichen Farbwahl montiert. 34 CD-Player-Gitarren für 34 Soli von 34 Interpret*innen – für die Länge eines Spiels wird den entfremdeten Arbeiter*innen ihre Persönlichkeit zurückerstattet. • Jankowski gehört zu den bekanntesten Performance- und Konzeptkünstler*innen der Gegenwart und ist in der Pinakothek der Moderne mit einer wichtigen Filmarbeit vertreten • Teilnahme an: Whitney Biennial (2002), 48. Venedig- Biennale • Kurator der: Manifesta 11, (2016) • Auswahl Ausstellungen u.a. in: Museum of Modern Art, New York; Palais de Tokyo, Paris; MoMA PS1, New York; Serpentine Galleries, London; Stedelijk Museum, Amsterdam; San Francisco Museum of Modern Art; Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington, D.C.; Hammer Museum, Los Angeles; KW Institute for Contemporary Art, Berlin; Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main; Staatliche Museen zu Berlin, Neue Nationalgalerie, Berlin; Whitechapel Gallery, London etc. • Der Künstler ist mit Werken in öffentlichen Sammlungen wie der Tate, London, und dem MoMA, New York, vertreten Eingeliefert von Klosterfelde Edition, Berlin Mit Dank an Christian Jankowski Photo Nick Ash © Klosterfelde Edition und Christian Jankowski

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Florian Auer
Stainless Sky, 2020

190 x 140 cm
UV Druck auf transparentem PVC, LED Licht, Acrylglas
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 61 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 12,200 (incl. MwSt)

FLORIAN AUER *1984 in Augsburg lebt und arbeitet in Berlin Die Arbeit zeigt das Bild eines im Computer generierten 3D Edelstahlblitzes, gedruckt auf eine transparente PVC Folie und hinterlegt mit LED Streifen. Das Motiv bezieht sich auf Walter de Marias Lightning Field. Der Blitz als Symbol für eine Erfahrung, die nur in ihrem fotografischen Abbild darstellbar ist, wird zum Modellaufbau einer virtuellen Sinneserfahrung. Dieser Ansatz nimmt Bezug auf die Idee der Land Art Bewegung der 60er Jahre, wo es den Künstlern darum ging, Erfahrungen zu kreieren und nicht um die Objekte als solche. • Ein Spiel mit den Grenzen von Simulation und Realität • Monographie erscheint im Herbst 2020 im Distanz Verlag • Zahlreiche Einzelausstellungen, u.a. : Albertinum, Dresden; Kunstverein Braunschweig; S.M.A.K., Gent; NAK Neuer Aachener Kunstverein • Vertreten in zahlreichen Sammlungen, u.a.: Pinakothek der Moderne, München; Albertinum, Dresden; Städtische Galerie Nordhorn; Aishti Foundation, Jal El Dib, Libanon „Mich interessieren die Spannungsverhältnisse zwischen dem körperlichen Erfahren, der perspektivischen Wahrnehmung und der Idealvorstellung, die das virtuelle Bild projiziert.“ (Florian Auer) Eingeliefert von Florian Auer Photo Florian Auer

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Thomas Struth
Kirschblüten mit grünen Blättern N°35, 1993

58 x 39,3 cm
C-Print
Edition 9/10
Signiert auf der Rückseite
LOS 62 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 17,400 (incl. MwSt)

THOMAS STRUTH *1954 in Geldern lebt und arbeitet in Berlin Viele der Landschafts- und Blütenbilder, die Thomas Struth Anfang der 1990er Jahre fotografierte, entstanden für die Patientenzimmer in einem Schweizer Privatkrankenhaus. Sie wurden in der Gegend um Winterthur und im Düsseldorfer Garten eines mit Struth befreundeten Ehepaares aufgenommen. Für Struth eröffnete das Projekt die Möglichkeit eines anderen und malerischeren Zugangs zur Fotografie. Er experimentierte mit Unschärfe und mit einer lebhaften Farbpalette. Die Nahaufnahmen von Kirschblüten, Weinreben an einer Wand oder Sonnenblumensträußen verweisen auf japanische Drucke und botanische Zeichnungen. • Gesuchtes Motiv aus der berühmten Blütenserie • Struth gilt neben Thomas Ruff und Andreas Gursky als Hauptvertreter der Düsseldorfer Fotoschule Einzelausstellungen der letzten Jahre in folgenden Museen: Haus der Kunst, München; Martin-Gropius-Bau, Berlin; Guggenheim Bilbao; Metropolitan Museum of Art, New York Eingeliefert von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V. Mit Dank an Galerie Thaddaeus Ropac, London/Paris/Salzburg Photo Ulrich Ghezzi © Thomas Struth, Courtesy Galerie Thaddaeus Ropac London · Paris · Salzburg

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Hubertus Hamm
Molded Plate with Pin, No. 01, 2020

185 x 125 x 30 cm
Pigmentdruck auf synthetischer Platte
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 63 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 24,800 (incl. MwSt)

HUBERTUS HAMM *1950 in Werdohl lebt und arbeitet in München Hubertus Hamm arbeitet mit den Prinzipien der Fotografie und des Bildes. Dabei entstehen frappante dreidimensionale Objekte, so z.B. die aktuelle Arbeit „Molded Plate with Pin, No. 01, 2020“, das irisierende Bild einer Blume, auf eine verformte Platte gedruckt und mit einem Dorn an die Wand geschlagen. Die Arbeit rekurriert auf das Vanitasmotiv sowie auf unser modernes Verhältnis zur Natur. • Hubertus Hamms Werk wurde weltweit in zahlreichen Museen und Institutionen gezeigt: Museum Rietberg, Zürich; Yuan Art Museum, Peking; SPSI Art Museum, Shanghai; Fotomuseum Winterthur; Deichtorhallen, Hamburg; Orangerieschloss im Park Sanssouci, Potsdam; Neue Sammlung der Pinakothek der Moderne, München „Ich schaffe Objekte keine Abbilder ‒ mich interessiert es, Parameter der Fotografie für mich neu zu definieren.“ (Hubertus Hamm) Eingeliefert von Hubertus Hamm Mit Dank an Galerie Kornfeld, Berlin Photo Atelier Hubertus Hamm © Hubertus Hamm

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Hadrien Dussoix
Time Will Tell, 2020

60 x 50 cm
Acryl und Lack auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 64 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 4,100 (incl. MwSt)

HADRIEN DUSSOIX *1975 in Genf/Schweiz lebt und arbeitet ebenda Die Einflüsse der medialen Welt sind in Hadrien Dussoix’ Arbeiten nicht zu übersehen. Sie bieten die Grundlage einer Malerei, die sich mit Grenzen, Widersprüchen und Poesie auseinandersetzt. Aus seiner Umwelt schnappt der vielseitige Künstler Slogans mit aussagekräftigem, ebenso provozierendem wie lyrischem Gehalt auf und macht sie zum Sujet seiner Malerei. Die Buchstabenformation „time will tell“ nimmt die gesamte Leinwand ein, wird autonom, geht über den reinen Wortgehalt hinaus und erinnert an Graffiti- Schriftzüge. Emotionen werden unverfälscht eingefangen und ausgedrückt. In vielfältiger Weise nehmen Dussoix’´s Werke den Dialog mit dem Betrachter auf. In der spiegelnden Oberfläche findet sich der Betrachter wieder und wird so zum Teil des Werkes. • In den Jahren 2006 bis 2008 gewann Dussoix drei Mal in Folge den renommierten Swiss Art Award für junge Kunst • Dussoix’ Werke wurden bereits mehrfach international präsentiert, u.a.: Swiss Institute, Rom; Musée Rath, Genf; MAMCO – Musée d’art moderne et contemporain, Genf; Galerie Lange & Pult, Zürich; Espacio Odéon, Bogotá; Vegas Gallery, London Eingeliefert von Hadrien Dussoix Mit Dank an Galerie Andreas Binder, München © Hadrien Dussoix und Galerie Andreas Binder

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Jan Kuck
Who Cares, 2020

40 x 70 x 10 cm
Neonröhren weiß, Plexiglas schwarz hochglanz
Edition 3/5
Zertifikat mit Signatur
LOS 65 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 4,900 (incl. MwSt)

JAN KUCK *1978 in Hannover lebt und arbeitet in Berlin und München Jan Kuck spendet seinen Anteil am Ver steigerungserlös an die World Health Organisation (WHO). Der Konzept- und Performancekünstler Jan Kuck verbindet Kunst und Design in einer humorvollen und kritischen Herangehensweise. Die Neoninstallation „Who cares?“ stellt die Frage nach sozialer Verantwortung und verweist auf die komplexe Darstellung dieses Themas in Medien und Politik: Der Titel ist bewusst doppeldeutig gewählt: „Who cares?“ bedeutet nicht nur „Wer kümmert sich?“, sondern natürlich auch „Wen kümmert’s?“ Jan Kucks Arbeit hinterfragt, wer sich überhaupt noch interessiert und engagiert in dieser Welt. • Förderung durch das Bayerische Wirtschaftsministeriums (u.a. „The Burning River“ im März 2020, Isar, München) • Ausstellungen u.a. in: Savvy Contemporary & Bernheimer Contemporary Berlin; Highlights München; Aktuell: Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg (bis 2021) • Teilnahme an Kunstmessen, u.a.: Asenale Docks, Venedig Biennale (2016); Istanbul Contemporary; The Sculpture Objects Functional Art and Design, SOFA, Chicago • Die Werke des Künstlers sind in zahlreichen europäischen Privatsammlungen vertreten Eingeliefert von Jan Kuck Mit Dank an Bernheimer Contemporary, Berlin Photo Jan Kuck © Jan Kuck & Bernheimer Contemporary

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Vera Mercer
Mussels, 2017

155 x 206,5 cm
Print auf Hahnemühle Photo Rag Ultra Smooth 305mg, 100 % Baumwolle
Edition 3/3
Zertifikat mit Signatur
LOS 66 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 14,000 (incl. MwSt)

VERA MERCER *1936 in Berlin lebt und arbeitet in Omaha, Nebraska/USA • Die Künstlerin ist die Tochter des Berliner Bühnenbildners Franz Mertz, der ihr Sehen geprägt hat, und langjährige Ehefrau von Daniel Spoerri • Vera Mercer bezieht sich auf klassische Stilllebenmalerei, ursprünglich inspiriert von den Auslagen an den Ständen des Pariser Marktes Les Halles • Übersetzung der Ästhetik holländischer Stillleben mit zeitgenössischen Medien in die Gegenwart • Sie schafft mit großem Sinn für die Schönheit ihrer Materialien Kompositionen, in denen die Zeit still zu stehen scheint und immer leise ein Memento mori mitschwingt Eingeliefert von Galerie Jordanow, München Mit Dank an Vera Mercer Photo Vera Mercer Courtesy Galerie Jordanow

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Gedi Sibony
Still Life with Porcelains, 2019

43,2 x 53,3 cm
Öl auf Ölbild
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 67 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 18,800 (incl. MwSt)

GEDI SIBONY *1973 in New York/USA lebt und arbeitet ebenda PIN. dankt den American Patrons of the Pinakothek für die Unterstützung bei der Abwicklung der Einlieferung Gedi Sibony ist als Kind eines aus Marokko in die USA emigrierten Arbeiters aufgewachsen, der Wohnungen renovierte. Was immer dort nicht mehr gebraucht wurde, brachte sein Vater nach Hause um es einem neuen Nutzen zuzuführen. Dieser Umgang mit den Dingen hat Sibony geprägt. Statt Neues zu schaffen, deutet er Altes, Weggeworfenes und Gefundenes um. Sein Werk lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf scheinbar unbedeutende Objekte und die Prozesse, die sie verändern. Auch seine „Still Lifes“ haben ihren ursprünglichen Kontext verloren. Niemand kennt ihre Urheber oder ihre ursprünglichen Besitzer. Sibony sucht in jeder Leinwand etwas, das seinen Eingriff lohnt. In einem intimen, respektvollen Akt der Auseinandersetzung mit der vorgefundenen Oberfläche rekonfiguriert er das Verhältnis der dargestellten Gegenstände zueinander neu. • Sibony hat seine Arbeiten in zahlreichen Institutionen und Galerien gezeigt, darunter auf der 56. Biennale in Venedig, im Walker Art Centre, Minneapolis; im Hammer Museum of Art, Los Angeles; im San Francisco Museum of Modern Art oder im MoMA, New York und der Whitney Biennale, New York • Sibony ist in folgenden öffentlichen Sammlungen vertreten: Carnegie Museum of Art, Pittsburgh; Dallas Museum of Art, Dallas, Texas; Solomon R. Guggenheim Museum, New York; Hessel Museum of Art, Annandale-on-Hudson, New York; Museum of Contemporary Art, Chicago; The Museum of Contemporary Art, Los Angeles, The Museum of Modern Art, New York; Pulitzer Foundation for the Arts, St. Louis; Palm Springs Art Museum, Palm Springs, California; San Francisco Museum of Modern Art, San Francisco; Walker Art Center, Minneapolis; Whitney Museum of American Art, New York • Ausstellungsprojekt 2020: Galerie Greene Naftali, New York Eingeliefert von Greene Naftali, New York Mit Dank an Gedi Sibony Courtesy Gedi Sibony und Greene Naftali, New York

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Relle/Weilguni
Tourist, 2018

73 x 33 x 24 cm
Keramik, Porzellan, glasiert, Epoxidharz, Schellack, Zinn
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 68 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 7,200 (incl. MwSt)

RELLE / WEILGUNI Viola Relle, *1992 in München Raphael Weilguni, *1989 in Augsburg leben und arbeiten in München Die Arbeiten von Viola Relle und Raphael Weilguni erzeugen eine Spannung, die sich in der Kooperation des Künstlerpaares aufbaut. Kontrolle und Gelassenheit, Geben und Nehmen ‒ die Grenze ist verschwommen, und bei jeder Skulptur stellen sich die beiden Künstler die Frage: Wie weit kann man die Grenzen des Kontrollierbaren überziehen und wann kollabiert das Konstrukt? Sie nutzen Porzellan und Keramik, kombinieren die Materialien in einer detaillierten und präzisen Komposition und übergeben die Skulptur dem Holzofen. Durch die Weiterverarbeitung mit Wachs und Gips geben sie den Arbeiten ihre finale Form. • Absolventen der Akademie der Bildenden Künste München • Teilnahme an der 13. Triennale Kleinplastik in Fellbach 2019 • Preis des Bayerischen Atelierförderprogramms für bildende Künstler*innen • 2020 erhielten sie den Bayerischen Kunstförderpreis Eingeliefert von Relle / Weilguni Mit Dank an Galerie Rüdiger Schöttle, München Photo Raphael Weilguni © Viola Relle und Raphael Weilguni, Courtesy Galerie Rüdiger Schöttle and artists

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Keiyona C. Stumpf
symbiosis, 2020

91 x 65 x 43 cm
Glasierte Keramik
Zertifikat mit Signatur
LOS 69 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 24,900 (incl. MwSt)

KEIYONA C. STUMPF *1982 in München lebt und arbeitet ebenda Die Skulptur ist dynamisch, anregend und geheimnisvoll und besitzt große inhaltliche Aktualität durch Fragestellungen nach dem Verhältnis von Mensch und Natur, nach Schönheit und Verletzlichkeit. Sie ist eine zeitgenössische Interpretation von Preziosen der Kunst- und Wunderkammern vergangener Jahrhunderte. • Die Künstlerin ist Stipendiatin der Alexander Tutsek-Stiftung • Zusammenarbeit mit der Porzellanmanufaktur Nymphenburg zur Lithophanietechnik („hinterleuchtetes Wandobjekt““) • Ausstellungen in: Museum Schloss Fürstenberg; Kunstverein Rosenheim; Galerie Eigen + Art, Berlin • Vertreten in der Sammlung der Erwin und Gisela von Steiner-Stiftung sowie in der Privatsammlung von Bärbel Dornier • Einzelausstellung im Herbst 2021 im Kunstverein Rosenheim Eingeliefert von Keiyona C. Stumpf Photo Keiyona C.Stumpf © Keiyona C.Stumpf

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Daniele Buetti
Am I the cause of the Universe, 2016

100 x 80 x 10 cm
Perforiertes Foto in Leuchtkasten
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 70 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 16,800 (incl. MwSt)

DANIELE BUETTI *1956 in Fribourg/Schweiz lebt und arbeitet in Zürich/Schweiz und Münster „Am I the cause of the Universe?“ leuchtet in pink-violetten Punkten über der unverkennbaren Gestalt des weltberühmten Models Kate Moss. Durch das Perforieren des Fotopapiers beschädigt Daniele Buetti zwar die scheinbare Makellosigkeit der Werbewelt, inszeniert mit Hilfe des resultierenden Lichteffekts das Supermodel jedoch zugleich als Ikone der Konsumgesellschaft. Internationaler Durchbruch mit der Serie „Looking for Love“ (1995 –2001), in der er die Körper und Gesichter von Supermodels mit Kugelschreibertätowierungen von Mode-Logos und Markennamen verfremdet. • Seit 2004 als Professor an der Kunstakademie Münster • Daniele Buetti ist u.a. in den Sammlungen des Kunsthaus Zürich; Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich; Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid; MUSAC Leon; Maison Européenne de la Photographie, Paris; Sammlung Würth; Daimler Art Collection und anderen vertreten. • Einzelausstellungen u.a. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt; Swiss Institute for Contemporary Art, New York; Kunstverein Freiburg; Helmhaus, Zürich „Licht ist ohne Zweifel das Verführerischste und Magischste aller Medien“ (Daniel Buetti) Eingeliefert von Daniele Buetti Mit Dank an Bernhard Knaus Fine Art, Frankfurt am Main © Pro Litteris und Bernhard Knaus Fine Art, Frankfurt

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David Renggli
Desire Painting (Hallo Suninio), 2020

117 x 92 x 5 cm
Acrylfarbe auf Holz und Jutenetz, Aluminiumrahmen
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 71 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 25,500 (incl. MwSt)

DAVID RENGGLI 1974 in Zürich/Schweiz lebt ebenda und in Texas/USA David Renggli arbeitet in unterschiedlichsten Medien. Seine diesjährige Ausstellung in der Villa Merkel, Esslingen, zeigt ihn als Jongleur zwischen den Medien, der sich weder auf eine bestimmte Formensprache noch auf eine bestimmte Gattung festlegen lässt. Die „Desire Paintings“ kennen keinen idealen Betrachterstandort. Sie verändern sich mit dem Blickwinkel dessen, der sich vor ihnen bewegt. Über einer mit einfarbigen Silhouetten bemalten Holzfläche ist ein grobmaschiges Netz gespannt, das seinerseits mit einfachen Formen bemalt ist. Beide Ebenen verschieben sich räumlich gegeneinander, sodass immer neue Bilder und Farbwirkungen entstehen. • Renggli präsentierte seine Werke in internationalen Institutionen , u.a.: Migros Museum, Zürich; Kunsthalle St. Gallen, St. Gallen; Kunsthalle Bern, Bern; Swiss Institute, New York; Tate Britain, London • Der Künstler ist in wichtigen Sammlungen vertreten, darunter Fotomuseum Winterthur; Kunsthaus Zürich; Kunstmuseum Bern; Kunstsammlung Chemnitz; Lumas Collection, Zürich; Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich; Sammlung Philara, Düsseldorf; The Pizutti Collection, of the Columbus Museum of Art, Columbus, USA „Bei meiner Arbeitsweise geht es darum, ständig neugierig zu sein, offen zu sein, nicht in einem bestimmten Stil hängenzubleiben und stattdessen frei zu sein. Ich denke, das ist ein großes Privileg.“ (David Renggli) Eingeliefert von David Renggli und Galerie Wentrup, Berlin Photo © Sebastian Schaub Courtesy the artist and Wentrup, Berlin

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Beate Passow
GIBRALTAR, 2017

210 x 157 cm
Tapisserie, Jaquardweberei
Edition 1/3
Signiert auf der Rückseite
LOS 72 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 17,400 (incl. MwSt)

BEATE PASSOW *1945 in Stadtoldendorf lebt und arbeitet in München Die Arbeit „Gibraltar“, die sich erst bei näherem Hinsehen als Tapisserie entpuppt, zeigt einen Berberaffen auf einem ausrangierten Kanonenrohr. Als Wächter Europas thront das Tier weit oberhalb der Stadt an der Südspitze der iberischen Halbinsel und blickt auf die Grenze zwischen dem europäischen Kontinent und der an dieser Stelle nur wenige Kilometer entfernten Küste Afrikas. In ihrem Bilderzyklus „Monkey Business“ entwirft Beate Passow eine rätselhafte Fabelwelt mit politischer Dimension, die unmittelbar auf die europäische Flüchtlingspolitik Bezug nimmt. • „Gibraltar“ war von Mai bis Oktober 2020 in einer den Tapisserien Beate Passows gewidmeten Einzelausstellung in der Münchner Villa Stuck ausgestellt • Eines von nur drei Exemplaren des Werkes, das das Motiv des Ausstellungsplakates war • Mit der Verleihung des Gabriele Münter Preises 2017 an Beate Passow würdigte die Jury „die konsequente künstlerische Haltung in Passows Gesamtwerk“ • Seit den 1980er Jahren bearbeitet die Künstlerin Beate Passow in unterschiedlichen Medien gesellschaftspolitische Themen – Nationalsozialismus, bedrohte Kulturen, Krieg, Neonazismus Eingeliefert von Beate Passow Mit Dank an Galerie Carol Johnssen, München © Beate Passow

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Nicola Samorì
Ultima Scena, 2020

40 x 60 cm
Öl auf Leinwand auf Holz
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 73 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 16,200 (incl. MwSt)

NICOLA SAMORÌ *1977 in Forlì/Italien lebt und arbeitet in Bagnacavallo/Italien „Ultima Scena“ ist in mehreren Ölschichten gemalt und wie bei einem Rohrschacht entlang der Horizontlinie gefaltet. Die dadurch entstehenden Flecken und Abriebe vermischten sich mit den Wolken. Dieses farbliche Chaos platzt in die Vision einer scheinbar friedlichen Landschaft. Samorìs Werke beziehen sich oft auf die italienische Malerei des 17. Jahrhunderts. Seine Stillleben, Porträts und Landschaften entwickeln sich durch enorme technische Fähigkeiten über eine lange Zeitspanne hinweg und in zahlreichen Farbschichten auf Kupfer, Holz oder Leinwand. Doch hält Samorì die „fertige“ Malerei zurück, zerstört absichtlich die Bildfläche und greift sie mit Messer, Verdünnungsmittel oder mit den bloßen Händen an. Körperlichkeit und der Körper sind für Samorìs Gemälde wichtig. Durch die Fokussierung auf die Materialität und Künstlichkeit der Bilder negiert Samorì die klassische Repräsentation und Fragen der Malerei selbst. • Samorìs Arbeiten waren in zahlreichen internationalen Institutionen und Museen zu sehen, unter anderem im Italienischen Pavillon auf der 54. und der 56. Biennale di Venezia • Zuletzt wurden seine Arbeiten in Ausstellungen in Neapel, im Yu-Hsui Museum of Art in Taiwan und in der Galerie EIGEN + ART in Berlin gezeigt Eingeliefert von EIGEN + ART, Leipzig/Berlin Mit Dank an Nicola Samorì © Galerie EIGEN + ART, Leipzig/Berlin

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Niko Abramidis &NE
2nd Sun Society, 2017

210 x 100 cm
Stickerei, Textilfasern
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 74 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 10,700 (incl. MwSt)

NIKO ABRAMIDIS &NE *1987 in München lebt und arbeitet in München und Berlin Niko Abramidis &NE öffnet in seiner Kunst ein vielfältiges Spektrum, das sich mit ökonomischen Strukturen und Zukunftsvisionen beschäftigt. In seinen Zeichnungen, Malereien, Skulpturen und Rauminstallationen erschafft der Künstler Paralleluniversen, in denen er fiktive Corporate Identities erstellt und sich Ausdrucksformen der Finanzökonomie aneignet. Dazu gehört auch das Sprachspiel aus Zeichen, Symbolen und Chiffren, wodurch er seine künstlerischen Ideen von Mythos und literarischer Fiktion ausdrückt. Abramidis schafft eine Semiotik aus archaisch wirkenden Symboliken gepaart mit skizzenhaften Zeichnungen, die er durch den Einsatz neuester Technologien zusammenfügt. • Niko Abramidis &NE ist ars viva-Preisträger (2018) und Stipendiat der Cité Internationale des arts in Paris sowie Mitbegründer des Kunstraums easy!upstream • „2nd Sun Society“ ist im Katalog „ars viva 2019“" abgebildet, der anlässlich zweier Gruppenausstellungen im Kunstmuseum Bern und in der KAI 10 | Arthena Foundation, Düsseldorf, erschien • Von September bis Oktober 2020 war seine erste Einzelausstellung „NExECON“ bei max goelitz zu sehen Eingeliefert von max goelitz, München Mit Dank an Niko Abramidis &NE Photo NA&NE © Niko Abramidis &NE, Courtesy: max goelitz"

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Lena Henke
Wicked, 2019

60 x 70 cm
Eingebrannte Lederzeichnung und Pigment auf Holz
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 75 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 8,100 (incl. MwSt)

LENA HENKE *1982 in Warburg lebt und arbeitet in Berlin und New York/USA „Wicked“ ist der Titel von Henkes ledernem Wandgemälde von 2019. Auf Grundlage der Entwürfe des Landschaftsarchitekten Frederick Law Olmsted, der im 19. Jahrhundert für den Ausbau und die Gestaltung des New Yorker Central Park zuständig war, brannte Henke skizzenhafte Kopien der Konstruktionspläne von Zäunen, Parkbänken und Laternen mit einem heißen Stift in Leder ein. Durch die aggressive Bearbeitung des rohen Leders wird das Wandpaneel zum dreidimensionalen Objekt. Die Auseinandersetzung mit patriarchaler, „rationaler“ und kapitalistischer Stadtplanung spielt eine wichtige Rolle in Henkes fortwährender Beschäftigung mit Skulptur und öffentlichem Raum. Henke arrangiert ihre vielfältigen, skulpturalen Arbeiten oft in umfangreichen Rauminstallationen. Ihre Kunstwerke erinnern an Städteplanung und Land -Art und greifen Themen wie menschliche interhumane Beziehungen, Sexualität und Fetischismus auf. Stets unterwandert Henke dabei auf spitzfindige Weise und mit einem humoristischen Unterton die patriarchalischen Strukturen der Kunstgeschichte. In ihrer lebhaften Formsprache finden sich Referenzen auf den Minimalismus, die sie mit surrealistischer Motivik verbindet. Auf diese Weise untersucht Henke das Straßenleben und ergründet die Ideen von Städteplanern und Stadttheoretikern wie Jane Jacobs, Roberto Burle Marx und Robert Moses. · 2019 erhielt die Künstlerin den Rubens-Förderpreis der Stadt Siegen · Ausstellungen u.a. in: Kunsthalle Zürich; Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main; Kunsthalle Bielefeld; Kunstmuseum Siegen; Kunstverein Braunschweig; Frieze Sculpture, at Rockefeller Center, New York; Whitney Museum of American Art, New York; Various Others/Galerie Emanuel Layr & Sperling, München · Lena Henke ist u.a. in folgenden öffentlichen Sammlungen vertreten: Whitney Museum of American Art, New York; Musée d'Art Moderne et Contemporain mAMCO, Genf; Sammlung Verbund Wien; Skulpturenpark Köln Eingeliefert von Galerie Emanuel Layr, Wien/Rom Mit Dank an Lena Henke © Galerie Emanuel Layr, Vienna/Rome

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Alexander Deubl
I AM YOU PRIVATE DANCER, 2020

Durchmesser 140 cm
Mixed Media, Holz, Spionspiegel, LED-Technik
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 76 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 15,000 (incl. MwSt)

ALEXANDER DEUBL *1983 in München lebt und arbeitet ebenda Deubl stammt in fünfter Generation aus einer Glaserfamilie und war bis 2011 Snowboardprofi, der in der FIS- Nationalmannschaft beachtliche Erfolge erzielte. Durch die Mitarbeit im Familienbetrieb hat er Inspiration für seine Lichtinstallationen u.a. in Stripteaselokalen und Nachtclubs gewonnen. Die aktuelle Arbeit bezieht sich auf den Essay „Strip-tease“ von Roland Barthes und setzt sich mit den Mythen des Alltags auseinander. Deubl verweist auf die typischen Kopfteile/Kapitelle von Showflächen und stellt die Frage nach Geld, Liebe und Schicksal, sichtbar gemacht durch die LED-Leuchtlogos Herz, Dollar und Stern. • Einzigartige runde Lichtinstallation mit LEDs • Studierte bei Olaf Nicolai und Nikolaus Gerhart • Bereits zweimalige Teilnahme an der Venedig-Biennale • Sammlungen, in denen seine Werke vertreten sind: EAF Foundation, Berlin; Museum of Urban and Contemporary Art, München Eingeliefert von Alexander Deubl Photo Alexander Deubl © Alexander Deubl

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Christian Awe
creative moon, 2020

Ø 100 cm
Acryl auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 77 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 10,000 (incl. MwSt)

CHRISTIAN AWE *1978 in Berlin lebt und arbeitet ebenda Dynamische Farberuptionen mäandern über den Malgrund und entladen sich in einem Feuerwerk voller Kraft und Lebensfreude. Der Berliner Künstler Christian Awe kombiniert Farben und Formen mit einer virtuosen Leichtigkeit, die für den Betrachter einen Moment von Freiheit und Lebenslust einfängt. In seinen Arbeiten verschmelzen energetisch farbgewaltige Rinnsale mit luftig schwebenden Gesten. Sie vereinen sich zu poetisch pulsierenden Welten aus Kolorit, die die Sinne berühren und uns mitreißen in eine Welt der Farben und Emotionen. • Schüler von Georg Baselitz und Daniel Richter • In den vergangenen Jahren zeigten u.a. folgende Institutionen Awes Arbeiten: Sezon Museum of Modern Art, Karuizawa, Japan; Kunsthalle Rostock; Kunstverein Duisburg; Kunstverein Glauchau; Kunstverein Lippe, Schloss Detmold Eingeliefert von Christian Awe Mit Dank an Galerie Ludorff Düsseldorf und Rosemeyer Art Advisors, München Photo Bernd Borchardt © Atelier Christian Awe

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Günther Förg
O.T., 1996

50 x 35 cm
Gouache auf leichtem Karton
Unikat
Signiert auf der Vorderseite
LOS 78 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 7,000 (incl. MwSt)

GÜNTHER FÖRG *1952 in Füssen †1913 in Freiburg i. Br. Zu Günther Förg siehe auch Los 26 in der Live-Auktion • Beide Werke entstanden in dem Jahr, in dem Förg den Wolfgang-Hahn-Preis erhielt • Aus der wichtigen Serie der Linienbilder der 1990er Jahre • Meditative Arbeit mit ruhigen Farbflächen, die durch die sichtbaren Pinselspuren in Schwingung versetzt werden • Freier Umgang mit Tendenzen der geometrischen Abstraktion des 20. Jahrhunderts • Beide Werke zeigen seine Auseinandersetzung mit Mark Rothko und Barnett Newman • Farben lassen landschaftliche Assoziationen zu • Œuvre im Spannungsfeld zwischen Reduktion und Impulsivität • Große Nachfrage nach Förgs Werken auf dem Kunstmarkt, seit der Nachlass von Hauser & Wirth vertreten wird „Im Herzen bin ich ein Klassizist.“ (Günther Förg) Zu Günther Förg siehe auch Los 26 in der Live Auktion Eingeliefert von Privatsammlung, Duisburg Photo Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © Estate Günther Förg, Suisse / VG Bild-Kunst, Bonn 2020

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Günther Förg
O. T., 1996

50 x 35 cm
Gouache auf leichtem Karton
Unikat
Signiert auf der Vorderseite
LOS 79 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 7,000 (incl. MwSt)

GÜNTHER FÖRG *1952 in Füssen †1913 in Freiburg i. Br. Zu Günther Förg siehe auch Los 26 in der Live-Auktion • Beide Werke entstanden in dem Jahr, in dem Förg den Wolfgang-Hahn-Preis erhielt • Aus der wichtigen Serie der Linienbilder der 1990er Jahre • Meditative Arbeit mit ruhigen Farbflächen, die durch die sichtbaren Pinselspuren in Schwingung versetzt werden • Freier Umgang mit Tendenzen der geometrischen Abstraktion des 20. Jahrhunderts • Beide Werke zeigen seine Auseinandersetzung mit Mark Rothko und Barnett Newman • Farben lassen landschaftliche Assoziationen zu • Œuvre im Spannungsfeld zwischen Reduktion und Impulsivität • Große Nachfrage nach Förgs Werken auf dem Kunstmarkt, seit der Nachlass von Hauser & Wirth vertreten wird „Im Herzen bin ich ein Klassizist.“ (Günther Förg) Zu Günter Förg siehe auch Los 26 (Live Auktion) Eingeliefert von Privatsammlung, Duisburg Photo Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © Estate Günther Förg, Suisse / VG Bild-Kunst, Bonn 2020

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Hans van Bentem
Imperial Stack, 2018

120 x 35 x 35 cm
Porzellan auf Holzsockel
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 80 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 17,400 (incl. MwSt)

HANS VAN BENTEM *1965, Den Haag/Niederlande lebt und arbeitet in Amsterdam/Niederlande, in Tschechien und in Jingdezhen/China Hans van Bentem ist als Bildhauer und Designer tätig. Er fertigt moderne skulpturale Ikonen unter Verwendung kostbarer klassischer Materialien an. Sein Bestreben ist es, Handwerker zu finden, die noch immer alte Techniken verwenden, um gemeinsam an den, wie er es nennt, „Antiquitäten der Zukunft“ zu arbeiten. Wie die Suche nach gefährdeten Arten führt ihn dies über die ganze Welt: für Bronze nach Indien, Kupfer nach Marokko, Holz in den Senegal, Kristall in die Tschechische Republik und nach Jingdezhen, „die Porzellanhauptstadt der Welt“ in China. Sein jüngstes Projekt mit Porzellan sind die „Imperial Stacks“. Diese veränderbaren, aus losen Elementen gestapelten Skulpturen sind von der jahrhundertealten kaiserlichen Porzellanproduktion Chinas inspiriert. • Als Bildhauer und Designer tätig • GUN-Kronleuchter für die Madonna & Nicola Erni Collection, Steinhausen • Installationen für das Verteidigungsministerium und das Escher-Museum, Den Haag • Monumentale Installationen für Architektur und im öffentlichen Raum, u.a. Beurspassage, Amsterdam • Werke in den internationalen Sammlungen und Museen, u.a. Kunstmuseum, Den Haag; Frans Hals Museum, Haarlem; FLICAM, FuLe Ceramic Art Museum, Fuping, China Eingeliefert von Hans van Bentem Mit Dank an Florentine Rosemeyer, Art Advisors Photo Hans van Bentem Courtesy of the Artist

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Maja Behrmann
Ohne Titel (KuFu), 2020

40 x 28,6 x 23 cm
Holz, Lack
Unikat
Signiert auf der Vorderseite
LOS 81 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 2,200 (incl. MwSt)

MAJA BEHRMANN *1994 in Frankfurt am Main lebt und arbeitet in Leipzig Die junge Künstlerin Maja Behrmann arbeitet mit einer wachsenden Sammlung an Formen, entwickelt diese in verschiedenen Materialien stetig fort und erprobt deren Begegnungen. Sie verbindet sie, schneidet sie an und färbt sie ein. Aus den vermeintlich einfachen Grundformen entstehen komplexe Figurationen, die Beziehungsmuster aufrufen. Wer stützt hier wen? Unter welchen Bedingungen ist Nähe möglich? Die Künstlerin selbst nennt das: „Ein Konstrukt von Stellvertretern, ein idealisiertes Muster, ein Gefüge von Ordnungsprinzipien und Strukturen." · 2015–2017 Studium Buchkunst/Grafik-Design, Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig · Seit 2017 Studium in Malerei/Grafik, Fachklasse Ruckhäberle, HGB Leipzig · Seit 2017 Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung · 2018 Birknerpreis · 2019 Studienpreis des Freundeskreises der HGB und Sparkasse Leipzig · Ausstellungsbeteiligungen in der Galerie EIGEN + ART, Leipzig; in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig; im Konrektor - Forum für Künste, Hannover „In verschiedenen Techniken werden Begegnungen und Beziehungen erprobt, systematisch durchgespielt und Interaktionen abgetastet.“ (Maja Behrmann) Eingeliefert von Maja Behrmann Mit Dank an Galerie EIGEN + ART, Leipzig/Berlin © Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin

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Holger Schmidhuber
FREEDOM (Carpets of the forgotten), 2020

180 x 287 cm
Mischtechnik auf Orientteppich
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 82 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 15,100 (incl. MwSt)

HOLGER SCHMIDHUBER *1970 in Bad Mergentheim lebt und arbeitet in Berlin, Wiesbaden und Bad Schwalbach Die Arbeiten von Holger Schmidhuber sind benutzbare Skulptur und begehbares Gemälde zugleich. Als Basismaterial seines malerischen Zyklus „Carpets of the Forgotten“ dienen dem Künstler handgeknüpfte, bis zu 100 Jahre alte Orientteppiche, die überwiegend gestisch von ihm bemalt werden. Auf den Arbeiten finden sich kurze typografische Aussagen, die eine elementare Position in diesem Zyklus einnehmen. Die Formsprachen des Orients, des Abstrakten Expressionismus und der wortbasierten Konzeptkunst laden sich hier gegenseitig auf. • Mit „Freedom“ greift der Werktitel einen gerade in Corona-Zeiten sehr ambivalenten Begriff auf • Der Künstler hat eine Professur für Typografie und Gestaltungssprache an der Hochschule Mainz inne • Vertreten in folgenden öffentlichen Sammlungen, u.a.: Sammlung Würth; MoMA PS1, New York; Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden • Ausstellungen 2021: Simard Bilodeau Contemporary, Los Angeles; Sammlung Teunen, Schloss Johannisberg; Centro Cultural Andratx, Mallorca Eingeliefert von Holger Schmidhuber Mit Dank an Sammlung Teunen, Schloss Johannisberg Photo Marcus Michaelis © Holger Schmidhuber

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Miwa Ogasawara
Weltbild 1, 2019

120 x 160 x 5 cm
Öl auf Leinwand
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 83 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 15,700 (incl. MwSt)

MIWA OGASAWARA *1973 in Kyoto/Japan lebt und arbeitet in Hamburg Die Phänomene Licht, Schatten und Zwischentöne nehmen besonderen Raum im Werk Miwa Ogasawaras ein. Mit einer reduzierten Farbpalette aus feinen Schwarz-Weiß-Abstufungen und sanften Rot-, Blau- und Grüntönen schafft sie atmosphärische Bildräume und einzigartige Lichtstimmungen. · Lichtpunkte setzen Impulse für persönliche Erinnerungen und Gedankenspiele · Die Künstlerin verbindet asiatische und westliche Ästhetik · Teilnahme an der Ausstellung „Feelings“ in der Pinakothek der Moderne, München · Ogasawaras Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Japan, Deutschland, Frankreich, Österreich und den USA gezeigt · Vertreten in folgenden Sammlungen: Centre Georges Pompidou, Paris; Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland; Sammlung Junge Kunst im Bundesministerium für Umwelt; Arario Museums, Seoul Eingeliefert von Miwa Ogasawara Mit Dank an Galerie Loock, Berlin Photo Miwa Ogasawara © Miwa Ogasawara

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Chris Soal
Why do you tear me from myself?, 2020

150 x 150 x 10 cm
Zahnstocher, Polyurethan-Dichtmittel, Karton
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 84 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 8,700 (incl. MwSt)

CHRIS SOAL *1994 in Pretoria/Südafrika lebt und arbeitet in Johannesburg/ Südafrika Mit unkonventionellen Fundstücken wie Zahnstochern und Flaschenverschlüssen, in Verbindung mit Beton und anderen industriellen Materialien, erschafft der aufstrebende Künstler Chris Soal einzigartige amorphe Kunstwerke, die Assoziationen zu Hautzellen, Tierfellen oder Baumsäften wecken. Die Arbeiten sind ein Kommentar zum Spannungsverhältnis zwischen Abhängigkeit von und gleichzeitiger Dekonstruktion der Natur. Soals Skulpturverständnis ist geprägt von einer Hingabe zum Material und einer Sensibilität für Textur, Licht und Form, die in einer abstrakten Sprache zum Ausdruck kommt. • Chris Soal gehört zu den absoluten Shootingstars der südafrikanischen Kunstszene • Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, u.a.: Iziko Nationalmuseum, Kapstadt; FRAC MECA, Bordeaux; Wits Arts Museum, Johannesburg; Stellenbosch University Museum; WHATIFTHEWORLD, Kapstadt • Die Werke des Künstlers befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen weltweit u.a.: Beth Rudin De Woody Collection; Bunker Artspace, USA; The Braunsfelder Family Collection, Galila’s P.O.C – The collection of Galila Barzilai Hollander Eingeliefert von Chris Soal Mit Dank an WHATIFTHEWORLD, Kapstadt Copyright und Courtesy WHATIFTHEWORLD und Chris Soal

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Tatjana Busch
Fuse, 2012

65 x 86 x 62 cm
Aluminium, Lack, Silberbeschichtung
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 85 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 11,000 (incl. MwSt)

TATJANA BUSCH *1962 in München lebt und arbeitet ebenda Die Installation „Fuse“ der Lichtkünstlerin Tatjana Busch besteht aus einer geknautschten und versilberten Aluminiumplatte, die an einer hauchdünnen Schnur von der Decke hängt und sich im Raum dreht. Das Licht verändert nicht nur das Kunstwerk in Form und Farbe, sondern taucht den ganzen Raum in mäandernde reflektierende Lichtformen, die sich aufbauen, zerfallen, neu erfinden und verändern. Die Künstlerin macht das Potential der Form in der Wahrnehmung des Betrachters sichtbar und erlebbar. Das hier vorliegende Kunstwerk ist eines der wenigen Objekte, das mit einer farbigen Bemalung in Verbindung mit der Silberbeschichtung versehen ist und so eine besonders spektakuläre Oberfläche aufweist. • Führende Künstlerin in Deutschland, die Neurowissenschaft und Lichtkunst miteinander in Verbindung bringt • 2020/21 Künstlerisches Forschungsprojekt mit Instituten der Fraunhofer Gesellschaft und State Studio, Berlin. BRAINPALACE: Macht der Gedanken ‒ wie lässt sich eine Lichtinstallation von Gehirnwellen eines Kollektivs steuern • 2020 Light Art Biennale, Hildesheim • 2017 Ausstellung im Palazzo Bembo im Rahmen der Biennale in Venedig • 2010 Stipendium: ISCP New York • 2008 Haus der Kunst Award • Collection Sal. Oppenheim/Deutsche Bank; Collection J. H. Simons Foundation, New York Eingeliefert von Tatjana Busch Photo Tatjana Busch © Tatjana Busch

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Zilla Leutenegger
I hope you like my town, 2005

104 x 70 cm
Bleistift und Acryl auf Papier
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 86 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 8,300 (incl. MwSt)

ZILLA LEUTENEGGER *1968 in Zürich/Schweiz lebt und arbeitet ebenda Ingvild Goetz spendet ihren Anteil am Versteigerungserlös an das Münchner Projekt „Lebensräume – Familien stark machen“ Am Anfang ist immer die Zeichnung. Zilla Leutenegger arbeitet im Stehen, schnell, spontan und direkt. Oft werden ihre Zeichnungen zu einem Teil raumbezogener Videoinstallationen, in denen sie bewegte Bilder mit Designobjekten verbindet. Die Künstlerin zelebriert einzelne Momente des Alltags, die, isoliert betrachtet, eine unerwartete Poesie entwickeln. • „I hope you like my town“ ist ein typisches frühes Beispiel für die zeichnerische Handschrift der Künstlerin • Poetischer Moment aus dem Alltagsleben • Bedeutende Vorreiterin multimedialer Installationskunst • Einzelausstellungen in Museum Franz Gertsch, Burgdorf; Museum Morsbroich, Leverkusen; Weserburg Museum, Bremen; Pinakothek der Moderne, München • Vertreten in wichtigen Sammlungen wie Kunsthaus Zürich; Kunstmuseum Basel; Kunstpalast, Düsseldorf; Sammlung Goetz, München • 2021 Einzelausstellung Bündner Kunstmuseum, Chur Eingeliefert von Ingvild Goetz Mit Dank an Zilla Leutenegger Photo Wilfried Petzi, München ©Zilla Leutenegger

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Andy Hope 1930
Scarlet Witch, 2006

50 x 29,7 cm
Öl auf Holzplatte
Unikat
Signiert auf der Vorderseite
LOS 87 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 16,200 (incl. MwSt)

ANDY HOPE 1930 *1963 in München lebt und arbeitet in Berlin Der Titel „Scarlet Witch“ bezieht sich auf die gleichnamige Superheldin aus der X-Men-Serie von Marvel. „Scarlet Witch“ ist eine menschliche Mutation, in der sich Wissenschaft mit mystischer Energie verbindet. Mit ihren Superkräften kann sie die Realität verändern. In der Marvel-Historie wurde die Figur mehrfach modifiziert. Auf dieses „Umschreiben“ der Figur bezieht sich die Schrift über ihrem Gesicht. • Werke des Künstlers sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, u. a.: Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Museum Abteiberg, Mönchengladbach; Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main; Centre Georges Pompidou, Paris in der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland sowie in international bedeutenden Privatsammlungen wie der Sammlung Goetz, München „In dem Kunstwerk von Andy Hope 1930 ballen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Science-Fiction und Realität vermischen sich.“ (Ingvild Goetz) Eingeliefert von Andy Hope 1930 und Galerie Christine Mayer, München Photo Galerie Christine Mayer © Galerie Christine Mayer

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Pamela Rosenkranz
Firm Being (Pearl Shoulder), 2020

26 x ø 6 cm
PET-Flasche, Silikon mit Pigment
Unikat
Zertifikat mit Signatur
LOS 88 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 7,500 (incl. MwSt)

PAMELA ROSENKRANZ *1979 in Uri/Schweiz lebt und arbeitet in Zug/Schweiz Die Arbeiten von Pamela Rosenkranz beziehen sich oft auf den menschlichen Körper, ohne ihn direkt wiederzugeben. In der Serie "Firm Being"" werden Plastik-Wasserflaschen - versehen mit dem Versprechen, den Körper des Verbrauchers mit ihrem kristallinen Inhalt zu reinigen - mit fleischfarbenem, opakem Silikon gefüllt. Diese Arbeiten stehen für einen vielschichtigen Ansatz zur Frage, wie der Körper in all seinen Aspekten dargestellt werden kann. Die Kombination von Produkt und Idee, Oberfläche und Volumen, Haut und Wasser gipfelt in einem abstrakten Porträt des menschlichen Körpers. • Institutionelle Einzel- und Gruppenausstellungen in den letzten zehn Jahren u.a. in der Kunsthalle Basel; Fondazione Prada, Mailand; Tai Kwun Contemporary, Hongkong; Louisiana, Humlebaek; Centre Georges Pompidou, Paris; Garage Museum für zeitgenössische Kunst, Moskau und Witte de Wit, Rotterdam • Sammlungen: u.a. Boros Collection, Berlin; Centre Georges-Pompidou, Paris; Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Turin; François Pinault Foundation, Vendig; Kunstmuseum Bern; Kunsthaus Zürich; Museum of Contemporary Art, Chicago; MoMA, New York; Rubell Family Collection, Miami Eingeliefert von Karma International, Zürich Mit Dank an Pamela Rosenkranz Photo Pamela Rosenkranz Courtesy Pamela Rosenkranz und Karma International, Zürich"

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Gregory Halpern
ZZYZX 074, 2016

102 x 81 cm
C-Print auf Aluminium montiert
Edition 1/3 + 1AP
Signiert auf der Rückseite
LOS 89 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 5,800 (incl. MwSt)

GREGORY HALPERN *1977 in Buffalo, New York/USA lebt und arbeitet in New York/USA • Ganz großes Kino auf einem ganz kleinen iPhone in erdverschmutzten Händen – das war und ist Realität in Corona-Zeiten • Gregory Halpern hat sich als Fotograf, Lehrer am Rochester Institute of Technology und als nominiertes Mitglied von Magnum Photos längst einen Namen gemacht • Der Künstler ist in folgenden öffentlichen Sammlungen vertreten: Cincinnati Art Museum, Ohio; San Francisco Museum of Modern Art • 2020/21 widmen das San Francisco Museum of Modern Art, die Henri Cartier-Bresson Foundation, Paris, und die Loock Galerie in den Reinbeckhallen, Berlin, dem Künstler mit „Let the Sun Beheaded Be“ (LTSBB) die erste museale Einzelausstellung „Was mich an der Welt interessiert, sind ihr Chaos und ihre Widersprüche, die Art und Weise, wie Gegensätze im Verhältnis zueinander so schön sein können.“ (Gregory Halpern) Eingeliefert von Galerie Loock, Berlin Mit Dank an Gregory Halpern Photo Ulrich Ghezzi © Gregory Halpern

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Anna Fasshauer
Looney Taxi, 2017

99 x 120 x 36 cm
Aluminium, Autolack
Unikat
Zertifkat mit Signatur
LOS 90 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 13,900 (incl. MwSt)

ANNA FASSHAUER *1975 in Köln lebt und arbeitet in Berlin Oft werden Skulpturen heute am Computer entworfen und dann von spezialisierten Unternehmen umgesetzt. Anna Fasshauer beherrscht dagegen das Medium und den Verlauf ihrer Produktion mit den eigenen Händen. Das extrem Physische dieses Vorgehens wirkt in Zeiten fabrikmäßiger Kunstproduktion geradezu subversiv. Fasshauers Skulpturen entstehen im direkten Arbeitsprozess mit dem Material, es sind Improvisationen aus Werkstoff, Form und Farbe, die ihren physischen Entstehungsprozess mitfühlen lassen. Fasshauers Anspruch der Künstlerin ist dabei ebenso bescheiden wie maßlos. Sie bewegt sich innerhalb der Möglichkeiten der Kunst und nimmt es dabei mit der unabgeschlossenen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts auf. • Ausstellungen u.a. in: Kunstverein Oldenburg; Galerie Nagel Draxler; Kunstkreis Gräfelfing, München • Werke der Künstlerin sind in zahlreichen internationalen Privatsammlungen in Deutschland, Portugal und den USA vertreten Eingeliefert von Galerie Nagel Draxler, Berlin/Köln/München Mit Dank an Anna Fasshauer Photo Haydar Koyupinar, Bayerische Staatgemäldesammlungen

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Michael Croissant
Figur, 1993

61,5 x 21 x 12 cm
Bronze, geschweißt
LOS 91 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 9,600 (incl. MwSt)

MICHAEL CROISSANT *1928 in Landau †2002 in München Das gesamte Werk des Bildhauers Michel Croissant dreht sich um den Menschen – so abstrakt die einzelnen Skulpturen auch erscheinen mögen. In den 1970er Jahren setzte sich Croissant vor allem mit der Darstellung des Kopfes auseinander. Seit Anfang der 1990er Jahre widmete er sich der ganzen Figur und gelangte damit zu einer in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts fast einzigartigen Auffassung der menschlichen Gestalt. Auch die hier vorliegende Arbeit zeigt den Körper des Menschen in abstrahierter Form, deren Umrisslinie an eine Marien- oder Madonnenskulptur mit Umhang erinnert. Seltene Bronzearbeit aus dem Spätwerk des Künstlers • Einer der wichtigsten deutschen Bildhauer der Gegenwart • Schrieb Geschichte mit seiner Auffassung der menschlichen Figur • Professur an der Städelschule • Zahlreiche Skulpturen im öffentlichen Raum • Sammlungen: Städel Museum, Frankfurt am Main; Museum Ludwig, Köln; Lehmbruck Museum, Duisburg; Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Pinakothek der Moderne, München Eingeliefert von Prof. Dr. Christian Kaeser Photo Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

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Roland Fischer
Holon, 2017

230 x 168 x 4 cm
C-Print Acryl, Dibond, Holzrahmen
Edition 3/5
Signiert auf der Rückseite
LOS 92 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 25,000 (incl. MwSt)

ROLAND FISCHER *1958 in Saarbrücken lebt und arbeitet in Peking/China und München Mitte der 1990er Jahre begann Roland Fischer, sich mit Architektur zu beschäftigen. Von Beginn an experimentierte er dabei mit verschiedenen Kompositionstechniken und erreichte durch Fragmentierung und Montage eine Mehransichtigkeit des fotografierten Gegenstandes. In seiner Serie „New Architectures“ gilt sein Augenmerk Architekturikonen, die unser Raumerlebnis wesentlich beeinflusst haben. Hierzu gehört das Design Museum von Ron Arad in Holon, einem Stadtteil von Tel Aviv. Die Fotografie bündelt die Energien, die das Gebäude durchströmen, ohne dem Betrachter einen bestimmten Blickwinkel vorzugeben. • 2020 Teilnahme an der Gruppenausstellung „Feelings“ in der Pinakothek der Moderne • Fischers Arbeiten wurden weltweit bereits in 125 musealen bzw. institutionellen Ausstellungen gezeigt • Seine Werke sind u.a. in folgenden internationalen Sammlungen vertreten: Musée d’Art Moderne de Paris; FNAC, Paris; Musée d’Art Moderne, Strasbourg; Swiss Re, München; Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Munich Re, München; Pinakothek der Moderne, München Eingeliefert von Roland Fischer Photo Roland Fischer © Roland Fischer und VG Bild-Kunst, Bonn

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Tim Freiwald
Rakete II, 2019

177 x 106 cm
Gesso, Pigment, Bindemittel auf Acrylglas, Hartschaum und Holz
Signiert auf der Rückseite
LOS 93 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 11,000 (incl. MwSt)

TIM FREIWALD *1986 in Leisnig lebt und arbeitet in München Ausgehend von einem klassischen Tafelbild als Bezugspunkt demontiert Tim Freiwald den Bildträger, indem er ihn bricht, brennt und zersägt, um ihn dann nach und nach, ähnlich der Intarsientechnik, wieder aufzubauen. Zum Einsatz kommen unterschiedlichste Werkstoffe, neben Acrylfarbe und Pigment auch Lack, Harz, Leder, Holz, Aluminium und verschiedene Kunststoffe. • Tim Freiwald war Meisterschüler von Thomas Scheibitz, anschließend Stipendiat in der Villa Concordia, Bamberg • 2018 hatte der Künstler eine Einzelpräsentation bei den „New Positions“ auf der Art Cologne • „Rakete II“ ist abgebildet im Katalog „Keeping the things whole“, erschienen anlässlich seiner Einzelausstellung in der Kunsthalle Bremerhaven • Im Herbst 2020 folgen Ausstellungen im Kunstverein Emsdetten und in der Blue Rider Art Gallery, Taipeh/Taiwan „Ich wurde einmal mit einem Feuerwehrmann verglichen, der selbst Brände legt, um das Chaos am Ende wieder in Ordnung zu bringen.“ (Tim Freiwald) Eingeliefert von Tim Freiwald Mit Dank an Walter Storms Galerie, München

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Sylvie Fleury
Cuddly, 2018

35 x 35 cm
Kunstfell auf Keilrahmen
Unikat
Signiert auf der Rückseite
LOS 94 - ONLINE ONLY AUKTION
€ 12,800 (incl. MwSt)

SYLVIE FLEURY *1961 in Genf/Schweiz lebt und arbeitet ebenda Sylvie Fleury gehört zu den bekanntesten Künstlerinnen unserer Zeit. Ihr Witz und ihr kritischer Blick auf das Konsumverhalten unserer Zeit haben ihr weltweit Anerkennung verschafft. Fleury ist bekannt für ihre Inszenierungen des Glamours, der Mode und von Luxusartikeln. Die glatte Oberflächenästhetik ihrer Werke erweist sich beim zweiten Blick als brüchig und stellt den Wert der Konsumikonen in Frage, sei es der vergoldete Einkaufswagen oder eine Marmorskulptur unförmiger Winterstiefel. Fleurys Œuvre verweist auf die künstlerischen Ästhetiken von Pop- und Minimal-Art, ohne sich in einer „Kunst über Kunst“ zu erschöpfen. Wohl keine Künstlerin hat je zuvor in einer so unbefangenen Weise den Gedanken von Marcel Duchamps Readymade mit Warhols Affirmation der Warenwelt vereint. Ihre männlichen Künstlerkollegen entwaffnet Fleury, indem sie mit deren Kunst spielt: Andy Warhols Brillo-Boxen ersetzt sie durch SlimFast- Verpackungsschachteln oder ironisiert mit dem hier angebotenen „Cuddly“ eine Ikone der abstrakten Kunst: das schwarze Quadrat von Malewitsch. • Sylvie Fleury gehört zu den bekanntesten Künstlerinnen unserer Zeit • Weltweite Anerkennung durch den Witz und kritischen Blick der Künstlerin auf das Konsumverhalten unserer Zeit • Sylvie Fleury vereint Marcel Duchamps Readymade mit Warhols Affirmation der Warenwelt • Einzelausstellungen u.a. in: Villa Stuck, München; Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Palais de l’Athénée, Genf; Salon 94 Bowery, New York; CAC/Centro de arte contemporáneo, Málaga • Auswahl öffentlicher Sammlungen: Daimler Contemporary, Berlin; Foundation Louis Vuitton, Paris; Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich; Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wien Eingeliefert von galerie lange + pult, Zürich Mit Dank an Sylvie Fleury © Galerie Lange + Pult, Zürich

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